Hongkong – ein kurzer Zwischenstopp

Reiseberichte aus Hongkong

Wir waren ein paar Tage in Hongkong. Um wieder nach China einreisen zu dürfen (die 2. Einreise), sind wir von Osaka (Japan) nach Hongkong geflogen. Unsere Reiseberichte und Erlebnisse aus Hongkong sind nachfolgend dargestellt.

Ein paar Fakten zu Hongkong:
Hongkong hat 7,5 Mio Einwohner und gehört zu den dichtbesiedelsten Gebieten der Welt.
Die Lebenserhaltungskosten sind mit die höchsten der Welt.
Die meisten hier lebenden Menschen sind Chinesen.
Trotz der hohen Bevölkerungsdichte ist Hongkong eine der grünsten Metropolen in Asien, was daran liegt, dass ein Teil der Fläche so bergig und steil ist, dass sie nicht bebaut werden kann.


Tourradar


Donnerstag 31.10.2019

Tag: 109 Hongkong

Den heutigen Tag gehen wir etwas ruhiger an, wir chillen im Zimmer, recherchieren, planen, schreiben.
Am Nachmittag gehe ich an den Pool, der sich der 15.Etage befindet. Thomas legt sich ins Bett, braucht etwas Erholung, denn er hat sich einen kräftigen Klimaanlagen-Schnupfen eingefangen. Die Räume in den öffentlichen Gebäuden sind viel zu stark klimatisiert. Überall zieht es.
Am Nachmittag gehen wir in unsere VIP Lounge zum Café. Es ist immer schön dort in der 14. Etage.

Wir sitzen am Fenster, genießen die schöne Aussicht und besprechen Guilin, unser nächstes Ziel in China. Die Zeit vergeht und die Mitarbeiter der Lounge bauen ein Snack-Buffet auf. Wir probieren die leckeren Speisen und sind dann so satt, dass wir auf das Abendessen verzichten.
Am Abend trödeln wir am Wasser entlang.

Blick vom Hotel

Wir wollen uns die Lichtershow noch einmal von der Promenade aus ansehen.

Bis dahin bummeln wir durch das K11 Musea, welches uns gestern so schwer beeindruckt hat. Dort entdecken wir viele innovative Dinge. Einfach toll…


Um 20 Uhr startet die Lichtershow und anschließend gehen wir wieder in unsere Hotel.
Das war heute ein wirklich fauler Tag…Muss auch mal sei🙃

Morgen verlassen wir Hongkong und fahren nach China. Dort wird es mit dem Internet wieder schwierig. Es kann also sein, dass unsere Webseite nicht immer auf dem neuesten Stand ist. Wann immer es geht, werden wir sie aktualisieren.

Mittwoch 30.10.2019

Tag: 108 Hongkong

Heute ist ein besonderer Tag, denn Thomas hat einen runden Geburtstag. Zunächst genießen wir ein sehr leckeres reichhaltiges Frühstück im Hotel.
Auch wenn heute Geburtstag ist, so gibt es doch einen Alltag, der zu bewältigen ist. Wir wollen am Freitag mit dem Zug nach Guilin in China fahren. Da es im Internet keine Fahrkarten mehr gibt, wollen wir es am Bahnhof von Kowloon direkt versuchen.

So schlendern wird zunächst auf der schönen Promenade in Richtung Bahnhof entlang, und kommen unter anderem am Space Museum vorbei. Hier erregt der Dokumentarfilm “Vulkane der Schöpfung», ein Film über aktive Vulkane und deren Auswirkungen auf das Ökosystem, unsere Aufmerksamkeit.
Das 1980 eröffnete Hong Kong Space Museum (Hongkonger Weltraummuseum) befindet sich im Bezirk Tsim Sha Tsui in Kowloon (in diesem Bezirk wohnen wir) und ist das älteste Objekt im Hong Kong Cultural Centre Complex (HKCCC). Das Museum besteht aus einem Planetarium und zwei Ausstellungshallen.
Der Film über die Vulkane wird im Planetarium gezeigt und wir buchen spontan die Vorstellung um 13:30 Uhr.
Weiter geht es mit der Metro zum Bahnhof, leider unterschätzen wir mal wieder die Entfernungen, die es in einer Metrostation Asiens unterirdisch zu bewältigen gibt. Wir kommen am Kowlooner Bahnhof an und merken aber bald, dass wir es nicht zu unserem Film schaffen werden. Also fahren wir unterverrichteter Dinge zurück zum Kino, zum Glück ist es nur eine Station mit der Metro. Nach einem Irrweg im Untergrund der Metro kommen wir ca 10 Minuten zu spät im Kino an, werden aber nett empfangen und dürfen den Kinosaal noch betreten. Das Kino ist eine Art Planetarium und man hat einen tollen Blick und das Gefühl, dass man mitten drin ist. Die Aufnahmen und Berichte von aktiven Vulkanen von Carsten Peter, einem Deutschen, sind wirklich beeindruckend. Wir erinnern uns an unsere Reise im letzten Jahr nach Italien, während der wir mehrere Vulkane, unter anderem auch den aktiven Stromboli gesehen haben. Nach vielen Megastädten flammt die Sehnsucht nach Natur mal wieder auf. Es wird Zeit, für eine Berg- oder Strandhütte (zur Not geht auch ein schönes Hotel😑).
Nach dem Film fahren wir noch einmal zum Bahnhof, um erneut eine Fahrkarte zu kaufen. Kurz bevor wir dran sind, fällt uns ein, dass wir gar keinen Reisepass dabei haben. Den benötigt man hier aber beim Kauf von Fahrkarten. Glücklicherweise haben wir auf unseren Handys Kopien unserer Pässe und das genügt der Dame am Schalter. Wir erhalten unsere Fahrkarten und machen uns auf den Rückweg. Wir wollen den Hotel Shuttlebusnutzen, der hier immer im Kreis fährt. Nach 2maligem Fragen und mindestens einer halben Stunde Suche im Untergrund der Metro, geben wir die Suche auf, wir können den Bus nicht finden. Wir entschließen uns, auf altbekannte Weise mit der U-Bahn zu fahren. Etwas genervt kommen wir im Hotel an, und gönnen uns einen guten Kaffee und sehr sehr leckeren Kuchen in unserer VIP-Lounge mit Blick aufs Meer.

Kuchen und Kaffee gibt’s hier für uns gratis. Nach einer anschließenden Pause in unserem Hotelzimmer geht es um 18:30 Uhr zur Pier 1 an der Promenade. Dort habe ich als Geburtstagsgeschenk für 19:30 Uhr eine Hafenrundfahrt in Victoria Harbour mit einem Schiff für die «Symphonie of Lights», die berühmte Klang-und Lichtershow in Hongkong gebucht.

Wir haben einen guten Platz auf einer traditionellen chinesischen Dschunke und schauen uns nach kurzer Fahrt im Hafen die Show an.

Die Lichtershow in Verbindung mit Musik ist sehenswert. Gegen das Spektakel in Shanghai ist die Show eher klein. Während der 45 minütigen Fahrt haben wir vom Wasser aus einen tollen Blick auf die Skylines auf beiden Seiten.

Wir verlassen das Schiff umd spazieren auf der Promenade zurück. Am K11 MUSEA, einem Einkaufszentrum über sieben Stockwerke, welches im Jahre 2009 eröffnet wurde, machen wir halt. Wir betreten das Center und uns stockt fast der Atem. Die Architektur der Mall ist einzigartig. Die Decken, Wände umd Fußböden sind sehr aufwendig gestaltet. Hier gibt es Markengeschäfte aus aller Welt. Aber das ist nicht das Beeindruckende, sondern wie sie sich darstellen.

Es gibt überall Kunstgegenstände zu betrachten. Egal, ob man mit dieser Art von Kunst etwas anfangen kann oder nicht, zeugt ihre Darbietung doch von einer unglaublichen Kreativität.
Im ganzen Center gibt es neben den Shops zahlreiche Restaurants und Cafés und auf dem Dach einen Garten.
Wir schauen uns jede Etage an und sind schwer beeindruckt.
Danach suchen wir uns ein nettes Restaurant, was gar nicht so einfach ist, denn überall ist es voll. Wir finden eins in der Nähe unseres Hotels, können draußen sitzen und bekommen ein leckeres Essen und einen guten Rotwein und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

Dienstag 29.10.2019

Tag: 107 Japan (Osaka) – Hongkong

Um 5:00 Uhr müssen wir aufstehen, um 5:40 Uhr fährt der kostenlose Shuttlebus vom Hotel zum Kansai Flughafen in Osaka. Es regnet in Strömen. Eine große Straße führt über das Wasser auf die künstliche Insel, auf der sich der Flughafen befindet. Rund um den Flughafen ist eine kleine Stadt entstanden.


Infos zu unseren Tagen in Japan

 

Hier findet Ihr Informationen zu den Tagen in Japan, bitte auf die Fahne von Japan klicken.

 


Bis zum Check-in müssen wir noch ca. 10 min warten. Beim Check-in gibt es ein Problem mit meinem Namen im Reisepass. Die Mitarbeiterin gibt zusätzlich zu einem Nachnamen auch noch meinen Geburtstagnamen in den Computer ein, und so habe ich auf meinem Bordingpass einen Doppelnamen. Sie versteht den Fehler zunächst nicht, ändert das Ticket dann aber noch einmal. Es dauert ein bisschen, da sie alles per Hand eingeben muss. Das Einscannen des Passes ist nicht möglich. Der deutsche Reisepass ist aber auch wirklich schwer zu verstehen. Auf dem Cover steht «Reisepass, Europäische Union, Bundesrepublik Deutschland». Im Ausland versteht das niemand, alle kennen nur Germany. Ständig werden wir gefragt, woher wir kommen. Die Erläuterungen zu den persönlichen Angaben stehen hinten im Pass in verschiedenen Sprachen, aber sehr klein. Für Ausländer, und erst recht für Leute, die auch noch andere Schriftzeichen haben, ist das schon sehr schwer zu verstehen.

Abflug Osaka bei Regen
Kansai Airport

Der Flughafen von Osaka ist kleiner als erwartet und wirkt schon etwas in die Jahre gekommen. Aber auch hier ist alles sehr sauber.
Wir starten pünktlich um 8:20 Uhr mit einem Airbus, der nicht einmal zu einem Viertel voll ist. Nachdem wir die ersten Turbulenzen überstanden haben und uns abschnallen dürfen, wechseln wir auf die leeren Sitzreihen hinter uns und können ein bisschen schlafen. Die süßen Flugbegleiterinnen lächeln uns bei jeder Gelegenheit mit ihrem strahlenden Lächeln an, verbeugen sich, machen mir sogar die Klotür auf. Ach sie werden mir fehlen, die kultivierten, netten Japaner/innen.
Neben uns sitzen Chinesen, ich erkenne sie auf Anhieb an ihrer Lautstärke. Hat mal irgendeiner erforscht, warum diesen freundlichen, hilfsbereiten Chinesen das Leisesprech-Gen fehlt?

Wir landen pünktlich nach 4,5 Stunden um 11:50 Uhr Ortszeit in Hongkong. Die Einreisebwicklung klappt sehr schnell und nach ca. einer halben Stunde sind wir mit allem durch und haben auch schon unser Gepäck. Vom Flughafen, der sich wie in Osaka ebenfalls auf einer Insel befindet, fahren wir mit der Bahn bis nach Kowloon. Beim Blick aus dem Fenster des Zuges fällt mir auf, wie viele Berge es hier gibt.
Ab Kowloon fährt uns ein kostenloser Shuttlebus, den man dank der sehr guten Ausschilderung am Flughafen auch leicht findet, zum Hotel. Der Bus fährt im Kreis verschiedene Hotels an, ein super Service.
Thomas hat morgen seinen runden Geburtstag und deshalb haben wir uns ein besonderes Zimmer gebucht. Es ist extra groß und hat Meerblick. Das Zimmer ist noch nicht fertig und so warten wir beim VIP-Check-in in der 14. Etage mit Blick auf das Meer. Es gibt Kaffee, Kuchen und Getränke und wir lassen es uns gut gehen. Allerdings wird irgendwo im Hotel gebaut, wir ahnen schon, was auf uns zukommt.
Dann beziehen wir unser Zimmer in der 12. Etage und überlegen sofort, ob wir aus dem Hotel wieder ausziehen. Der Baulärm ist nicht auszuhalten. Wir suchen im Internet nach anderen Möglichkeiten, finden auch etwas Passendes. Also gehen wir wieder zu unserer VIP Rezeption und teilen mit, dass wir das Zimmer so nicht akzeptieren werden. Sehr freundlich fragt man uns, ob wir uns ein anderes Zimmer ansehen möchten. Ok, machen wir. In Begleitung von zwei Damen der Rezeption schauen wir uns ein Zimmer, eigentlich eine ganze Wohnung von ca. 100 qm in der 6. Etage an. Hier ist es deutlich ruhiger.

Der Blick auf das Wasser ist fast so schön wie aus der 12. Etage und hier haben wir Wohnzimmer mit Esstisch, ein Schlafzimmer, Bad mit Whirlpool, WC und Dusche, ein Gäste-Bad und ein Ankleidezimmer. Insgesamt gibt es drei Fernseher, einer davon über dem Whirlpool. Ich frage mich, wer das braucht.
Thomas, der zu Hause fast nie fernsieht, lässt sich Wasser in den Whirlpool und macht sich den Fernseher an. Das beantwortet ja dann meine Frage.
Da fällt mir noch etwas zu den Toiletten ein. In Japan und auch hier in Hongkong gibt es tolle Toiletten. Sie sind fast immer gleichzeitig ein Bidet und haben auch noch die Funktion der Poporeinigung. Anschließend kann man dann auch noch das Gebläse zum Trockenfönen einstellen. Rundum eine saubere Sache. Aber das beste ist die beheizte Klobrille.
Mal ehrlich…Bei so viel Komfort möchte man doch gar nicht mehr aufstehen.
Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang auf der Tsim Sha Tsui Promenade, die sich auf der Halbinsel Kowloon, auf der wir wohnen, befindet. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf die Skyline von Hongkong Island und die dahinterliegenden Berge.

Hongkong

Kowloon und Hongkong Island sind durch die schmale Meerenge Viktoria Harbour von einander getrennt. Auf dem Wasser fahren einige kleine Schiffe. Es ist warm, ca. 23 Grad Celsius, gefühlt aber wärmer und bedeckt. Langsam wird es dunkel und jetzt sieht die Skyline wirklich toll aus.
Nachdem wir uns über Möglichkeiten einer Schifffahrt erkundigt haben, gehen wir in einem indischen Restaurant essen. Anschließend bummeln wir noch ein bisschen durch die belebten Straßen und genießen dann den Blick auf die Skyline von unserem Wohnzimmer aus.

Ein paar Fakten zu Hongkong:
Hongkong hat 7,5 Mio Einwohner und gehört zu den dichtbesiedelsten Gebieten der Welt.
Die Lebenserhaltungskosten sind mit die höchsten der Welt.
Die meisten hier lebenden Menschen sind Chinesen.
Trotz der hohen Bevölkerungsdichte ist Hongkong eine der grünsten Metropolen in Asien, was daran liegt, dass ein Teil der Fläche so bergig und steil ist, dass sie nicht bebaut werden kann.



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