Japan – Tokio – Kyoto Okt. 2019

 

 

Japan – unsere Reiseberichte

Wir sind von Südkorea (Busan) nach Japan (Tokio) geflogen. Eigentlich wollten mit der Fähre von Busan  nach Osaka, aber die Fähre war dreimal so teuer wie das Flugzeug und es hätte uns zum anderen zwei Tage Zeit gekostet . Aufgrund dieser Tatsache und da wir immer weiter in den Spätherbst kamen haben wir das Flugzeug nach Tokio genommen.

Wir waren ein paar Tage in Tokio und haben uns die Stadt angeschaut. Während unserer Zeit in Tokio wurde auch der Kaiser gekrönt. Anschließend sind wir mit dem Zug nach Kyoto gereist . Dort haben wir eine Woche verbracht und uns die Stadt und Umgebung angeschaut . Wir haben unsere Meinung von Japan etwas ändern müssen. Wir kommen noch einmal wieder,  mit etwas mehr Zeit und zu einer anderen Jahreszeit.

Es war sehr schön , sehr informativ und beeindruckend –  lest es detailliert in unseren Reiseberichten …

Städte / Gebiete  Hinweise / Erlebnisse

Tokio


Tag 107 …..  – Hongkong bitte hier klicken …


Reisetag – Montag 28.10.2019

Manila – Busuang

ca. 20-23 Grad, sonnig

Um 11:00 Uhr checken wir im Hotel aus. Unser Gepäck lassen wir noch dort und machen uns auf den Weg zur Post und zum Bus. Wir wollen im Osten Kyotos in den bergigen Wald zum Wandern. Mit dem Bus fahren wir versehentlich zu weit. Wir steigen aus, gehen ein paar Schritte und vor uns eröffnet sich ein schöner Park, in dem sich der Chishakuin Tempel befindet.

Tempel und Shrine in Kyoto
Viele schöne Shrine findet ihr in Kyoto, auch abseits der Touristenwege 🙂

Es sind nur ein paar Leute hier. Ganz in Ruhe schauen wir uns um, gehen einmal durch die Anlage und kommen an einem Friedhof vorbei. Nachdem wir die Tempelanlage auf der anderen Seite verlassen haben, passieren wir ein Wohngebiet. Es gibt viele kleine Reihenhäuser, alle stehen ziemlich dicht und es gibt keine Gärten, aber trotzdem ist es eine schöne Gegend. Wir laufen durch das Gebiet, kommen an einer Schule vorbei, sehen einige Kinder. Je weiter wir laufen, desto leerer werden die Straßen, bis wir irgendwann einen Wald erreichen.

Kyoto Ausblick
Blick auf Kyoto

Wir entdecken einen weiteren Tempel, den Seikanji Tempel. Nachdem wir einige Stufen noch oben gestiegen sind, kommen wir an den Eingang des Tempels. Dort ist ein Schild, auf dem steht, dass der Eintritt 100 Yen kostet. Das Geld wird dort einfach in einen Kasten geworfen. Wir bezahlen und kommen in einen wunderschönen kleinen Garten.

Seikanji Tempel
Ein wunderschöner Tempel in Kyoto

Das Wetter ist herrlich, die Sonne scheint, der Himmel ist blau und der Garten gibt in seinen verschiedenen Grüntönen einen herrlichen Kontrast. Die Tempelgebäude sind eher klein und fein und sehen sehr gepflegt aus. Das ist hier auf jeden Fall kein Tempel für Touristen und außer uns ist hier nur ein alter Mann, welcher in einem der Gebäude sitzt und liest.
Wir verlassen den Tempel und gehen in Richtung Kiyomizudera Tempel. Das ist ein Tempel, der in jeder Reisebeschreibung aufgeführt wird und den wahrscheinlich alle Touristen dieser Welt besichtigen werden. Wir lassen es auf uns zukommen, aber sollte es dort voll sein, sind wir wieder weg.
Der Weg führt zu einer roten Pagode, die in der Sonne leuchtet. Daneben stehen Mönche in ihren Kutten, welche die gleiche Farbe wie die Pagode haben. Ein schönes Bild. Thomas fotografiert sie heimlich.

Mönche auf dem Weg zum Kiyomizudera Tempel
Ein kurzer Fotostopp … am Kiyomizudera Tempel

Auch hier sind nur wenige Leute, aber man kann von hier aus auf den Kiyomizudera Tempel schauen umd sieht schon von weitem die Massen.

Kiyomizudera Tempel
Der Kiyomizudera Tempel liegt etwas erhöht am Standrand von Kyoto. Von hier hat man auch einen schönen Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Berge.

Ich bin jetzt schon bedient, würde am liebsten umkehren. Wir gehen trotzdem weiter umd kommen zur Tempelanlage. Dort steht eine Pagode, die eigentlich genauso aussieht wie die Pagode, die wir eben auf der anderen Seite besichtigt haben, nur hier sind viel mehr Besucher.

Menschenmassen am Kiyomizudera Tempel
Leider ist es hier immer sehr voll, aber dennoch sehenswert. Die kleinen Seitenwege sind ebenfalls sehr beschaulich und nicht ganz so überlaufen.

Wir gehen durch die Anlage, machen Fotos und verzichten auf den Besuch des Haupttempels. Raus aus den Massen, wir nehmen einen Nebenweg umd steuern geradewegs auf eine Beisetzung zu. Aus diskretem Abstand beobachten wir die Zeremonie. Wir können die Gebete der Mönche hören. Überall sind riesige Sträuße und Gebinde mit weißen Blumen. Sämtliche Trauergäste sind in Schwarz gekleidet. Nach der Zeremonie der Mönche wird allen Trauergäste ein weißes feuchtes Tuch gereicht (so wie es in Japan üblich ist), damit sie sich Hände und Gesicht reinigen können. Anschließend nimmt sich jeder Trauergast einen weißen Blumenstrauß und geht damit zum Sarg. Alles wirkt sehr würdevoll. Etwas später fahren zahlreiche schwarze Limousinen vor.
Wir gehen weiter und müssen uns vorbei an vielen Souvenirläden durch die Massen schieben. Bei der ersten Gelegenheit biegen wir links ab. Hier ist es ruhiger. Wir finden eine Bushaltestelle und fahren in Richtung Hotel.


Tourradar

Bevor wir unser Gepäck holen, gehen wir noch einen Snack essen und Kaffee bzw. Tee trinken. Dann geht es zu Fuß zur U-Bahn und von dort zum Bahnhof Kyoto. Hier kaufen wir Tickets am Automaten und fahren ca. 70 min mit der JR Linie in Richtung Kansai Airport in Osaka.

Im Zug
Im Zug zum Flughafen Kyoto-Osaka

Da unser Flug morgen schon um 8:20 Uhr startet, haben wir uns in der Nähe des Flughafens ein Hotel gebucht. Der Zug ist nicht sehr voll und die Fahrt ist angenehm. Wir wollen eine Station (Rinku) vor dem Flughafen Kansai, der sich auf einer künstlich gebauten Insel befindet, aussteigen. Leider haben wir den falschen Zug erwischt. Er hält nicht in Rinku, sondern fährt gleich bis zum Airport. Mist…Also steigen wir aus, informieren uns schon mal, wo sich das Terminal für unseren morgigen Abflug befindet und wann morgen früh der Zug vom Hotel zum Flughafen fährt. Dann kaufen wir eine Fahrkarte und fahren eine Station nach Rinku ca. 10 min. Unser Hotel befindet sich direkt neben dem Bahnhof und ist dort auch gleich ausgeschildert. Um 20:00 Uhr checken wir ein und erfahren, dass es ab 5:40 Uhr einen kostenlosen Shuttlebus vom Hotel zum Flughafen gibt. Super, den werden wir natürlich nutzen. Wir bringen unsere Sachen auf das Zimmer und gehen etwas essen. In der Nähe des Hotels steht ein großes Riesenrad, welches sehr schön beleuchtet ist. Dort finden wir ein Restaurant, in dem es ein Büfett gibt.

Aber nicht mit gegarten Speisen sondern mit rohen, die man sich dann selbst mittels eines Tischgrills zubereitet. Es gibt sehr viele verschiedene Fleischsorten, Gemüse, Salate, Suppen und Desserts. Sehr lecker. Jetzt aber schnell ins Bett, um 5:00 Uhr klingelt der Wecker.

Hier noch eine kleine Geschichte, die uns in Kyoto im Hotel passiert ist:
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Fahrstuhl nach oben, um in unser Zimmer zu gehen. Wir haben zwei Schlüsselkarten und beide funktionieren leider nicht. Die Tür lässt sich nicht öffnen. Nebenan im Zimmer arbeitet die Putzfrau und so bitten wir sie, uns das Zimmer mir ihrer Karte zu öffnen. Mit einem freundlichen Lächeln öffnet sie ganz selbstverständlich die Tür und im gleichen Moment merken wir, dass etwas nicht stimmt. Jemand liegt in unserem Bett…
Wir sind in der 6. Etage, unser Zimmer befindet sich in der 8. Etage. In der 6. Etage haben wir im Hotel davor in Tokio gewohnt. Nichts wie weg hier und ab in den Fahrstuhl. Die Zimmerfrau hat nichts bemerkt.
So schnell kommt man in einem Hotel in ein fremdes Zimmer und ich dachte bis dahin, das gibt es nur im Film.

Sonntag 27.10.2019

Tag: 105 Kyoto

ca. 20-23 Grad, sonnig

 

Nach unserer schönen Wanderung von gestern, habe ich im Internet nach weiteren Möglichkeiten zum Wandern gesucht. Dabei fand ich die Beschreibung des Berges Kurama und des Kuramadera-Tempels. Eigentlich wollten wir keine Tempel mehr besichtigen, aber der Bericht im Internet hat mich gefesselt.
Wir sind zunächst mit der Metro und dem Bus gefahren und dann am Bahnhof Demachiyanagi mit der privaten Bahnlinie Eizan Kurama bis nach Kurama gefahren.

Mit Stadtzügen in die umliegenden Berge
Eizan Kurama Linie in Kyoto

Während der Fahrt sehen wir ganze Landstriche von umgestürzten Bäumen. Diese wurden von einem Taifun, welcher über Japan wütete, niedergestreckt.
Sie sehen aus wie abgeknickte Streichhölzer.
Von der Station Kurama sind es nur ein paar Minuten bis zum Eingang der Tempelanlage Kuramadera zu laufen.

Ungestörte Tempel in der Nähe von Kyoto, inmitten der Natur
Kuramadera Tempel

Man kann mit der Seilbahn bis zum Hauptgebäude, welches sich auf dem Plateau des Berges Kurama befindet, fahren oder nach oben wandern. Wir entscheiden uns zu wandern.

Wandern in Kyoto
Herrliche Wanderwege rundum

Der Berg Kurama wurde im 8. Jahrhundert gegründet und gilt als Geburtsort des Reiki, einer ganzheitlichen Heilkunst, die in den frühen 1900er-Jahren entwickelt wurde und noch heute vielerorts praktiziert wird.
Der Weg ist ein wunderschöner Bergpfad, welcher durch einen Wald seitlich am Berg Kurama entlangführt. Die Blätter der Bäume haben sich schon etwas verfärbt und besonders beeindruckend ist das viele Moos und die Farne, welche überall in verschiedenen satten Grüntönen wachsen. Außerdem schlängeln sich kleine Bäche und das Plätschern des Wassers ist zu hören. Hier sind auch andere Leute unterwegs, aber die Menge ist sehr überschaubar.

Tempelanlagen, etwas ausserhalb von Kyoto

Entlang des Weges stehen nacheinander viele verschiedene kleine Tempel, die den unterschiedlichen Göttern geweiht sind.
Oben flacht der Berg ab und man kommt zu einem großen Innenhof, in dem sich das Hauptgebäude des Tempels befindet. Der Tempel wird von den Gläubigen genutzt und so können wir vielen Besuchern beim Gebet zuschauen.
Wir schauen uns erst den Tempel, den man auch betreten darf, an, und suchen uns danach eine Bank für unser Picknick. Der Ausblick auf die Berge und Täler ist fantastisch.

Wanderungen rundum von Kyoto
Wunderschöne Ausblicke auf die Berge Kyoto´s

Wir kommen in dem malerischen Dorf Kibune an, dessen Name «Kostbares Boot» bedeutet. Es ist auf einem Berg erbaut und hat nur eine Straße. Auf der einen Seite der Straße gibt es Wohnhäuser und Restaurants im traditionellen japanischen Stil und auf der anderen fließt der Fluss KIBUNE-GAWA.

Wanderungen zum Dorf Kibune, Kyoto
Dorf Kibune

Wir laufen ein Stück die Straße entlang, drehen dann um, und kommen zum Kifune-Jinja-Schrein. Der Eingang zum Schrein führt über eine lange, von roten Laternen gesäumte Steintreppe. Hier legen viele Leute ein unbeschriebenes Blatt Papier auf das Wasser des Brunnens. Durch das Wasser wird eine Schrift sichtbar gemacht, die die Zukunft voraussagen soll.

Unser Weg führt uns weiter bis zum Eingang des Dorfes. Von dort fährt ein Bus nach Kurama zurück (dort hatten wir unsere heutige Wanderung gestartet). Von Kurama fahren wir mit dem Zug nach Demachiyanagi und von dort mit dem Bus nach Kyoto. Die Fahrt ist lang, ca. 1,5 Stunden, aber der Aufwand hat sich gelohnt. Die Wanderung ist absolut empfehlenswert, für uns ein Highlight in Kyoto.
Morgen ist unser letzter Tag in Kyoto. Die nächste Nacht werden wir schon im Kansai Airport Hotel verbringen. Vom Kansai Airport fliegen wir dann übermorgen früh nach Hongkong.

Samstag 26.10.2019

Tag: 104 Kyoto

ca. 18-22 Grad, vormittags bewölkt, dann sonnig

Unser Entschluss steht fest: keine Besichtigung von Tempeln mehr, jedenfalls nicht, wenn diese in jedem Reiseführer erwähnt werden und dementsprechend hoffnungslos überfüllt sind!

Aber ich fange von vorne an…
Wir fahren mit dem Bus zum Kinkakuji Tempel (auch Goldener Pavillon genannt), der sich im Norden von Kyoto befindet. Die obersten zwei Etagen des Tempels sind vollständig mit Blattgold bedeckt. Der Tempel ist im Laufe seiner 600jährigen Geschichte mehrmals abgebrannt. Das heutige Gebäude wurde 1955 umgebaut.

Menschenmassen am Kinkakuji
Kinkakuji ist ein beeindruckendes Bauwerk

Wir schauen von einem Aussichtspunkt auf den Tempel, welcher direkt an einem Teich liegt. Kinkakuji ist ein beeindruckendes Bauwerk, und sein goldenes Spielgelbild im Wasser hat etwas Magisches. Leider sind auch schon wieder sehr viele Touristen unterwegs. Der Weg durch den Park ist wunderschön, aber auch sehr schmal, sodass wir immer im Strom der vielen Leute gefangen sind. Zum Glück ist das hier Japan und nicht China. Warum? Ganz einfach…Die Japaner verhalten sich diskret und leise und es gibt keine Lautsprecher bei Reisegruppen. Wenn Japanische Reiseleiter Mikrofone verwenden, dann gehen die Durchsagen an die Kopfhörer ihrer Gäste. In China beschallen die Mikrofone alle Leute direkt und da es viele Reisegruppen gibt, überschreien sich die Reiseleiter gegenseitig. Und den Chinesen selbst (so nett wie ich sie finde, muss ich das trotzdem so formulieren) fehlt das Leisesprech-Gen (sagt Thomas immer). Wenn Sie sich unterhalten, hat man meist das Gefühl, dass sich sich anschreien. Insofern war der Besuch der Tempelanlage erträglich, trotzdem sind wir genervt und beschließen, dass dies vorerst der letzte Besuch eines Tempels oder einer anderen Stätte sein wird, bei der sich Massen von Menschen aufhalten.
Der Goldene Tempel liegt an einem Berg und wir wollen noch ein bisschen wandern gehen. Der nächstliegende Wanderweg ist aber leider gesperrt…
Thomas hatte im Bus auf der Karte eine Bahnstrecke entdeckt, die zu einer Seilbahn führt. Und wo eine Seilbahn ist, geht es nach oben. Wir wollen dahin, jetzt, sofort.

Wir gehen ein Stück, finden eine Bushaltestelle, zeigen einer jungen Frau auf der Karte, wo wir hinwollen und sie sagt uns, welchen Bus wir nehmen müssen. Letztendlich nehmen wir einen anderen Bus, der in die gewünschte Richtig fährt und kommen zu einem kleinen Bahnhof.

Es kommt auch gerade ein Zug, und da es nur zwei Gleise gibt, steigen wir ein, ohne Fahrkarte. Im Zug finden wir einen Streckennetzplan und stellen fest, dass wir noch einmal umsteigen müssen. Beim Aussteigen fragt uns der Fahrer der Bahn, der übrigens auch Kassierer und Schaffner ist, von wo wir kommen (aus Deutschland) und nimmt dann seinen Übersetzer, um sich zu erkundigen, ob das wirklich der Bahnhof ist, zu dem wir wollen. Ich sage nur «Cablecar» (Seilbahn), und er erklärt uns, dass wir ein Umsteigeticket für die andere Bahn von ihm bekommen. Wir bekommen noch den Hinweis, dass wir auf das andere Gleis müssen und alle anderen Passagiere warten inzwischen auf die Weiterfahrt. Supernett, der Fahrer hätte uns auch einfach nach dem Bezahlen laufen lassen können.
Nach kurzem Warten auf dem anderen Gleis kommt unsere Bahn.

Der Zug - Eizan Railway
… in die Berge

Es ist eine neue, ganz tolle kleine Bahn  (Eizan Railway), die zur Seilbahn fährt. Ein chicer Zug mit elliptischen Fenstern. Sieht irgendwie nostalgisch aus und ist aber supermodern.
Zwei Stationen später müssen wir leider schon wieder aussteigen. Bis zur Seilbahn ist es nur ein kurzer Weg.

Es gibt zwei Bahnen. Das erste Stück fährt man mit einer Standseilbahn und dann kann man mit einer anderen Seilbahn weiter bis auf deine Spitze vom Mount Hiei auf 840 fahren. Wir entschließen uns, nach ganz oben zu fahren und zurück zu laufen. Wir kaufen Tickets und nach ein paar Minuten Wartezeit geht es los. Die Bahn wird durch ein Seil gezogen und fährt auf einer Schiene das erste steile Stück des Berges nach oben. Es sind nur ein paar Leute in der Bahn. Wir sitzen ganz vorne, neben der Fahrerin und amüsieren uns ein bisschen, weil alles etwas altmodisch ist.

Die Klingel der Bahn, der Funkkontakt, den die Fahrerin hält…Wir sind im Hightech-Land Japan? Ein Gefühl von Nostalgie kommt auf, und das ist toll.
Nach dem Umstieg in die zweite Seilbahn (die jetzt auch wirklich am Seil hängt), sind wir nach ein paar Minuten auf der Spitze des Berges. Es ist noch ziemlich wolkig und nur 14 Grad Celsius. Die Luft ist wunderbar frisch.
Überraschenderweise  gibt es hier oben ein Gartenmuseum, in dem unter freiem Himmel französische impressionistische Gemälde z.B. von Monet und Renoir ausgestellt sind.


Das 1,7 Hektar große Gartenmuseum lädt zu einem Spaziergang durch Gärten und Landschaften, die im Stil jener französischer Impressionisten gestaltet wurden. Auf dem Gelände  gibt es wumderbare Aussichtspunkte auf den Biwa-See (größter See Japans) und auf Kyoto sowie ein Café und einen Geschenkeladen.


Hier sind nur wenige Leute unterwegs, das liegt wohl nur daran, dass dieser Trip in kaum einem Reiseführer zu finden ist. Wir haben ihn durch Zufall entdeckt.


Die Sonne möchte sich durchsetzen und irgendwann gelingt es ihr. Wir genießen die tolle Umgebung, die wunderbaren Gärten, die herbstliche Farbenpracht der Bäume und die Ruhe, kaufen uns eine gegrillte Süßkartoffel und schlemmen im Cafe feinen Tee und Kuchen.
Am Ende des Museumgartens gelangen wir zu einem großen Parkplatz, von den auch Busse wieder abwärts fahren. Wir nehmen den Bus um 16:00 Uhr und erreichen Kyoto nach einer knappen Stunde.
Wir wollen uns noch das historische Gion-Viertel ansehen, in welchem man ab und an mal eine echte Geisha sehen kann. Es gibt nur noch wenige historische Straßen hier. Diese sind bei inzwischen abendlicher Beleuchtung schön anzusehen. Das wiederum finden auch andere Leute und so werden die Straßen zunehmend voller.

Also nichts wie weg hier. Eine Geisha haben wir übrigens nicht getroffen.
Wir fahren mit dem Bus, essen im Restaurant bei dem schönen Buchladen, den wir vorgestern entdeckt haben, zu Abend. Versehentlich bestelle ich mir ein Gericht mit rohem Thunfisch. Das kann ich heute nicht essen, auch wenn ich versuche mit einzureden, dass es wie Sushi schmeckt. Thomas findet ihn ganz lecker, ist er sicherlich auch. Bin auch ohne den Fisch satt geworden und der Reis umd die Avocado waren lecker.

Links zu obigen Ausführungen:

https://www.keihan.co.jp/travel/en/plan-your-trip/itinerary-ideas/mount-hiei-lake-biwa

Freitag 25.10.2019

Tag: 103 Kyoto

ca. 15-18 Grad, Regen, bewölkt

Es regnet in Strömen, aber wir haben volles Programm.
Wir fahren zur Burg Nijö, einem Schloss, welches 1603 gebaut wurde.

Das Schloss befindet sich auf einem weitläufigen Gelände in einem schönen Park. Das Hauptgebäude können wir auch von innen besichtigen.

Man sieht die Räume mit den beeindruckenden Wandmalereien, Möbel oder dergleichen gibt es nicht.
Das gesamte Schlossgelände ist von Steinmauern und Wassergräben umgeben.


Die zahlreichen Bäume im Park sehen in ihrer herbstlichen Verfärbung toll aus.
Der Regen lässt etwas nach und wir entscheiden uns, den in der Nähe liegenden Kaiserpalast zu besichtigen.
Das Palastgelände besitzt neben der Kaiserlichen Residenz eine Reihe weiterer Gebäude. Die Gebäude kann man nur von außen besichtigen. Die Anlage ist sehr weitläufig und wir machen einen schönen Spaziergang.


Normalerweise hat der Kaiserthron hier seinen Platz. Zurzeit befindet sich der Thron jedoch in Tokio, da dort vor drei Tagen der neue Kaiser gekrönt wurde ( siehe Beschreibung Tokio ).
Auf dem Rückweg genießen noch Kaffee und Kuchen in einem Café.
Am Abend machen wir uns auf den Weg zum GEAR-Theater.

Gear

Wir wollen uns die Show ansehen, waren gestern schon mal hier, aber da war geschlossen. Wir haben Glück, es gibt nur noch wenige Restkarten.
Um 19:00 Uhr beginnt die Show in dem kleinen Theater, in welchem ca. 100 Zuschauer Platz finden.
GEAR ist eine fantastische Show, welche in einem Gebäude von 1928 in der Innenstadt von Kyoto stattfindet. Von außen kann man nicht erkennen, dass sich hinter den tristen braunen Wänden täglich eine wahre Supernova der Kreativität entfaltet.
GEAR ist eine nonverbale Performance, bei der sich Musik, Tanz, Magie und wirklich großartige Bühnenbild- und Lichteffekte vereinen.


Die Show ist wirklich toll, mal etwas ganz anders.
Anschließend treibt uns der Hunger durch die Stadt, es ist Freitag und trotz der unendlich vielen Restaurants ist es überall ziemlich voll. Wir landen in einer kleinen Speisenbar, wie man sie in Japan häufig findet. Es gibt dort nur einen Thresen, hinter dem gekocht wird, und ein paar Barhocker. Das Essen ist meist preiswert und man wählt und bezahlt am Automaten.
Während unsere Nudeln garen, schläft der unheimlich dicke Koch im Stehen ein. Ob das mit dem Essen noch klappt? Glücklerweise hat er einen Kurzzeitwecker für die Nudeln gestellt, und so bekommt Thomas seine Nudelsuppe und ich meine Dumplings. Trinkwasser steht auf dem Thresen und so sind wir uns selbst überlassen. Das Essen ist sehr gut…

Donnerstag 24.10.2019

Tag: 102 Tokio – Kyoto

Um 11:30 Uhr fahren wir mit einem Shinkansen (Japanischer Hochgeschwindigkeitszug) vom Bahnhof Tokio nach Kyoto.
Der Shinkansen gilt als außerordentlich sicheres Verkehrsmittel, die japanischen Hochgeschwindigkeitszüge sind die sichersten weltweit.
Am Bahnhof in Tokio müssen wir erstmal nachfragen, wo unser Zug abfährt. Es ist zwar alles ausgeschildert, aber für Leute, die sich hier nicht auskennen sehr unübersichtlich.
Wir finden unseren Bahnsteig umd haben noch eine gute halbe Stunde Zeit.


Als der Zug am Bahnhof Tokio einfährt, können wie beobachten, wie er im Akkord gereinigt wird. Da Tokio Anfangs- und Endstation ist, werden alle Sitzreihen gedreht, sodass jeder Passagier vorwärts fährt. Die Wagen des Zuges halten auch genau an der Stelle, wo es am Bahnsteig angezeigt wird. Alle wartenden Passagiere stellen sich in einer Reihe an und steigen, als der Zug gesäubert ist, ohne zu drängeln ein.


Unser Zug fährt auf die Minute pünktlich ab und kommt um 13:47 Uhr ebenfalls pünktlich in Kyoto an.


Die Pünktlichkeit der Züge soll international ohne Konkurrenz sein.
Die Fahrt ist angenehm. Telefonieren im Shinkansen ist absolutes Tabu. Essen ist erlaubt, aber es gibt keine Mülleimer. Das Zugpersonal, welches auch Lunchboxen verkauft, verteilt gleichzeitig Mülltüten, und jeder nimmt seinen Müll mit aus dem Zug und entsorgt ihn in den Müllbehältern auf dem Bahnsteig. Wir sind begeistert…
Der Bahnhof von Kyoto ist groß und auch ein bisschen unübersichtlich. Wir finden unsere U-Bahn und fahren zwei Stationen mit der Metro. Es regnet. Bis zu unserem Hotel, welches sich im Zentrum von Kyoto befindet, sind es nur 650 m von der Metro zu laufen. Wir checken ein, packen aus und machen uns gleich auf den Weg, um Kyoto zu erkunden.
Wir schlendern ca. 1,7 km in Richtung Fluss entlang der Shijo Straße, auf der sich beidseitig viele Geschäfte befinden. Links und rechts der Straße gibt es ebenfalls Gassen, die größtenteils überdacht sind. Am Fluss angekommen, gehen wir in ein Café umd gönnen uns einen guten Kaffee und noch besseren Kuchen.
Anschließend gehen wir zurück und schlendern weiter durch die Gassen, wo auch die Touristen immer weniger werden.
Wir besuchen noch eine kostenlose Ausstellung von Japanischer Kunst. Leider sind die Beschriftungen der Kunstgegenstände auf japanisch.
Mir gefällt das Viertel sehr gut. Man kann noch alte traditionelle Häuser entdecken und es gibt sehr schöne Geschäfte. Die meisten sind sehr klein, es gibt Boutiquen, Souvenirläden, alles mögliche und vor allem jede Menge Restaurants. Die meisten haben nur ein paar Plätze zu bieten und gerade das macht sie so gemütlich.
Bei den Geschäften weiß man auf den ersten Blick oft nicht, was sie eigentlich im Angebot haben. So gehen wir zum Beispiel in einen Buchladen, in dem es an den Seiten verschiedene Restaurants und am Ende einen Spezialitäten-Supermarkt gibt. In diesem finden wir, man glaubt es kaum, deutsches Pumpernickel und abgepaktes Vollkornbrot.
In einem «Curryrestaurant» essen wir zu Abend und machen uns dann bei noch mehr Regen auf den Weg zum Hotel.

Mittwoch 23.10.2019

Tag: 101 Tokio

ca. 23Grad, Sonne, später etwas bewölkt

Wir machen uns auf dem Weg zum Nezu Park. Mit der Metro fahren wir bis zur Station Nezu, von dort ist es nur noch ein kurzer Weg bis zur Nezu Tempelanlage.

Wir kommen zunächst an einem kleinen Bach vorbei, in dem sich gerade einige Wasserschildkröten in der Sonne wärmen.

Der Nezu-Schrein ist eingebettet in üppiges Grün. Der Weg dahin führt vorbei an Koi-Teichen und ist eingerahmt von den roten Bögen der Torii-Tore.


Die gesamte Tempelanlage ist sehr schön und nicht überlaufen.
Wir spazieren weiter zur Yanaka-Ginza, einer der wenigen alten Straßen von Tokio.

Hier gibt es viele kleine Geschäfte mit Souvenirs, Spezialitäten und anderen Dingen. Wir kaufen uns ein Eis und Postkarten von Tokio.
Unser Spaziergang führt vorbei am Asakusa Museum of Skulpture und über einen kleinen Friedhof.

Dann geht es mit der Metro, die wir mal wieder suchen müssen zum Hotel.
Wir verbringen einige Zeit im Fitnessraum und machen uns am Abend auf, um den Tokio Tower bei abendlicher Beleuchtung zu sehen. Er sieht toll aus. Wir gehen in das Gebäude, wo es eine kleine Fotoausstellung gibt. Außerdem gibt es einige Souvenirläden.
Mit der Metro geht es zurück nach Akasaka, wir suchen ein Restaurant, alles ist ziemlich voll und so landen wir beim Portugiesen vor unserem Hotel und essen Tapas.

Dienstag 22.10.2019

Tag: 100 Tokio

ca. 18Grad, Nieselregen, bewölkt

Heute ist Tag 100 unserer Reise. Vor 100 Tagen sind wir in Deutschland gestartet. Inzwischen waren wir in Russland, der Mongolei, China, Korea und jetzt in Japan, also fast ausschließlich in Asien, wenn man den kleinen Teil Russlands westlich des Uralgebirges mal ausnimmt.
Asien fasziniert mich, das wusste ich schon nach unseren Reisen nach Thailand, Kambocha, Singapur und Oman. Es gibt Ähnlichkeiten bei einzelnen Ländern und gleichzeitig Unterschiede, wir sie größer nicht sein könnten.
Die Menschen sind so anders als die Europäer, die Kultur, das Essen, das Auftreten und natürlich das Aussehen.
Das sind meine Gedanken am hundertsten Tag unserer Reise.

Heute ist ein besonderer Tag, der Tag, an dem der neue Kaiser von Japan gekrönt wurde, und das fast vor unserer Haustür, nur 4km entfernt.

Ein kleines Video hierzu :

 

Außer den Übertragungen im Fernseher bekommen wir davon nichts mit, denn der Tag beginnt so, wie er gestern aufgehört hat, mit viel Regen und Sturm. Wir bleiben bis 16:00 Uhr im Hotel, Thomas geht noch ins Fitnesscenter (ich muss einen Tag aussetzen – Muskelkater) und machen uns dann auf den Weg nach Asakusa.
Wir fahren mit der Metro bis zur Station Asakusa und landen in einer bunten, hell beleuchteten Einkaufsstraße, die direkt zum Sensoji Tempel führt.

Es ist Tokios ältester und bedeutendster Tempel, der schon mehrmals abgebrannt ist und wieder aufgebaut wurde. Die Einkaufsstraße finden wir ein bisschen sehr touristisch, aber es gibt ganz nette Souvenirläden und leckere Süßigkeiten zu kaufen. Wir besichtigen den schönen Tempel, der wirklich toll aussieht bei abendlicher Beleuchtung und schlendern noch ein wenig um den Tempel herum durch kleine Gärten. Anschließend gehen wir zurück und schauen uns noch in den links und rechts liegenden Gassen um. Dabei erregt ein Sushi-Restaurant unsere Aufmerksamkeit. Wir schauen uns die Karte, die vor dem Restaurant liegt, an und beschließen spontan, endlich einmal Sushi zu essen. Wir haben beide schon vor langer Zeit mal Sushi probiert, konnten uns aber nicht wirklich dafür begeistern. Jetzt sind wir in Japan und müssen Sushi unbedingt probieren. Das Restaurant ist noch nicht sehr voll. Wir sitzen also am Förderband und schauen zu, wie die Köche das Sushi herstellen. Es gibt Matcha-Tee, den wir selbst am Tisch zubereiten. Wir lassen die Teller mit dem Sushi zunächst an uns vorbeifahren, um sie zu begutachten. Dann nehmen wir den ersten Teller und probieren. Der Koch reicht uns noch etwas Wasabi und auf unserem Tisch stehen noch Sojasauce und eingelegter Ingwer.
Das Sushi schmeckt uns ganz gut und wir nehmen noch weitere Teller. Am Ende sind wir uns einig, Sushi schmeckt ganz gut, aber die Tatsache, dass es zu einem großen Teil aus rohem Fisch besteht, ist dann doch nicht so unser Ding.
Heute war ein besonderer Tag: Unser Reisetag 100, die Kaiserkrönung von Prinz Naruhito umd unser erstes Sushi in Japan.

Montag 21.10.2019

Tag: 99 Tokio

ca. 18Grad, leicht bewölkt

Wir schlendern zum Akasaka Palace, dem staatlichen Gästehaus der japanischen Regierung.
Das Gästehaus ist ein Palast, liegt in Akasaka mitten im Zentrum von Tokio und ist eingefasst von einem hohen weißen Zaun mit eindrucksvollem Portal.


netcup.de


Der Garten ist sehr schön und der Palast erinnert schon sehr an Versailles. Leider war eine Besichtigung des Palastes nicht möglich, da morgen die Krönungszeremonie des neuen Kaisers von Japan stattfindet. Die Polizeipräsenz ist überall unverkennbar. Eigentlich sollte der Kaiser morgen im offenen Cabrio durch Akasaka (das Viertel, in dem wir wohnen) fahren, aber das ist leider auf November verschoben worden.
Der neue Kaiser und einige Mitglieder der kaiserlichen Familie wohnen im Palast und außerdem dient er dazu, die Staats- und Regierungschefs, Diplomaten und andere Ehrengäste bei ihren Besuchen in Japan unterzubringen. Bei Nichtbenutzung sind Teile des großen Anwesens für die Öffentlichkeit zugänglich, sodass Besucher einige der Räume, malerischen Gärten und Gebäude im japanischen Stil erkunden können.
Der Palast wurde 1909 als Residenz für den Kronprinzen erbaut.
Wir schauen durch das geöffnete Haupttor auf den Palast und dürfen ihn sogar fotografieren.

Ziellos gehen wir weiter und kommen am New Otari Hotel vorbei, zu welchem ein wunderschöner japanischer Garten gehört. Wir gehen durch den Garten, vorbei an einem Wasserfall und entdecken einen Kirschbaum mit ein paar einzelnen Blüten.

Ein Ort der Entspannung, man möchte hier gar nicht wieder weg.
Nachmittags betätigen wir uns im Fitnesscenter unseres Hotels. Wir haben mit Ausnahme von ein paar Wanderungen und täglichen Fußmärschen während unserer Reise keinen Sport getrieben und das wollen und müssen wir ab sofort ändern.
Am Abend begeben wir uns auf eine abenteuerliche Fahrt durch Tokio, wir wollen zum Gebäude der Tokioer Stadtverwaltung (Tokyo Metropolitan Government Building).
Abenteuerlich deshalb, weil das Netz der Metro hier recht schwer zu verstehen ist. Es gibt nämlich zwei Betreiber der Bahnen, die Tokyo Metro und die Toei Subways. Solange man sich im Netz der Tokyo Metro bewegt, ist alles recht einfach und mit unserer App (Metroman) gut zu planen, darum herum ist es etwas komplizierter. Die Pläne in den U-Bahn-Stationen sind schwer verständlich, da die Farben der eingezeichneten Linien nicht wirklich mit den Farben in unseren Apps übereinstimmen. Vielleicht haben wir noch nicht die richtige App gefunden. Außerdem sind die Wege in den U-Bahn-Stationen nicht ausreichend ausgeschildert, man verläuft sich schnell. Wenn man sich hier überhaupt nicht auskennt, ist es nicht ganz einfach sich in diesem sehr großen Netz zurechtzufinden. Leider muss ich sagen, dass es in keiner von uns besuchten Stadt der Welt, so schwer war sich zu orientieren wie Tokio.
Auch die U-Bahn-Stationen sind nicht so, wie ich es erwartet habe. Die Gleise sind häufig offen zugänglich (so wie leider auch in Deutschland), dass heißt, es gibt keine Sicherheitstüren zu den Gleisen. Kein Hightech wie erwartet…

Nachdem wir uns einmal verfahren haben, erreichen wir den Bahnhof Shinjuku. Von hier sind es nur ein paar Schritte bis zum Gebäude der Stadtverwaltung von Tokyo. Die Zwillingstürme des Gebäudes, die weniger bekannt sind als der Tokyo Tower und der Tokyo Sky Tree, verfügen jeweils über eine Aussichtsplattform auf einer Höhe von 202 Metern. Und was noch besser ist: Der Eintritt ist kostenlos.
Der Nordturm wird zurzeit restauriert und ist es ab Januar 2020 wieder zugänglich. Wir dürfen aber auf die Aussichtsplattform des Südturms.

Anstellen für eine tolle Aussicht

Nach einer knappen halben
Stunde Wartezeit vor dem Fahrstuhl, dürfen wir in die 45. Etage des Turmes fahren.
Die Plattform bietet schöne nächtliche Ausblicke über die Stadt sowie eine Bar und ein Café.

Wir sehen einige Wolkenkratzer, allerdings viel weniger als erwartet.
Es ist sehr ruhig hier oben, nicht zu voll. Wir verweilen eine gute Stunde, fahren wieder abwärts und schauen uns das Gebäude, welches sehr schön beleuchtet ist, von unten an.
Das Gebiet, in dem wir uns hier befinden, wird rundherum von Büro- und Geschäftsräumen dominiert. Die Wolkenkratzer wirken noch recht neu und gepflegt.
Der Hunger treibt uns weiter durch das Viertel. Alles wirkt noch sehr geschäftig (20 Uhr), viele Männer in Anzügen und Frauen in Kostümen sind unterwegs. Die Geschäftskleidung in Japan scheint mir nicht so leger zu sein wie in Deutschland oder den USA. Überhaupt finde ich, dass die Japaner/innen sich auch in der Freizeit sehr fantasievoll kleiden. Irgendwie ist alles erlaubt, die Frauen tragen viel Rock, dazu auch gern bunte Söckchen, Hosen in verschiedenen Längen und Weiten, Kopfbedeckungen in allen Variationen. Das gefällt mir.
Wir landen in einem kleinen, gemütlichen Restaurant. Die Speisen sind auch auf Englisch ausgewiesen, wie übrigens in sehr vielen Restaurants. Auch die Bedienung spricht Englisch, auch keine Seltenheit und auch das Essen ist lecker, so wie fast immer.

Die Speisekarte …

Die japanische Küche ist sehr vielfältig. Für manche Sachen gibt es oft keine Übersetzung, weil es die Zutaten in Deutschland einfach nicht gibt. Trotzdem findet man immer etwas und meistens ist es wirklich schmackhaft.
Nach dem Essen wollen wir zur Hafenpromenade, denn von dort aus hat man guten Blick auf die Regenbogenbrücke. Diese haben wir bereits bei unserem Besuch der Insel Odaiba mit dem Zug überquert. Wir fahren mit der Metro und laufen ein Stück bis zur Promenade. Es regnet, so wie die Wettervorhersage es bereits angesagt hat.

21.10.2019
Regenbogen-Brücke (ursprünglich)

Wir sind die einzigen Leute an der Promenade, hier ist nichts los. Es gibt aber auch nichts zu sehen, die Promenade und auch die bekannte Rainbow Bridge sind nur spärlich beleuchtet, das Bild aus dem Internet ist wohl schon etwas älter.
Schade…
Eigentlich wollten wir noch zum Tokyo Tower spazieren, der in etwa drei Kilometern Entfernung liegt, aber der Regen wird stärker. Also ab zur U-Bahn und zum Hotel.

Sonntag 20.10.2019

Tag: 98 Tokio

ca. 23Grad, sonnig, später leicht bewölkt

Wir sind auf dem Weg zum Kaiserpalast.
Der Kaiserpalast von Tokio ist die Residenz des japanischen Kaisers, welche auf dem ehemaligen Gelände der Burg Edo im heutigen Stadtteil Chiyoda mitten im Herzen Tokios, umgeben von Hochhäusern, liegt.
Der größte Teil des Palastgartens ist für die Öffentlichkeit nicht bzw. nur mit einer Führung zugänglich.

Taschenkontrolle Kaiserpalast, kein Eintritt

In die Gebäude kommt man gar nicht hinein, da diese vom Kaiser bewohnt werden. Im Moment ist vom sonst frei zugänglichen Park wegen Restaurierungsarbeiten auch noch zusätzlich einiges abgesperrt. Wir können also nur einen geringen Teil des großen Parks besuchen. Nach einer Taschenkontrolle dürfen wir den Park betreten. Wir müssen bei der Kontrolle einen Probeschluck aus unseren Wasserflaschen nehmen, um zu beweisen, dass es wirklich Wasser ist und nicht irgendwas anderes wie z.B. Sprengstoff.
Bei unserem Spaziergang durch den Park, können wir von weitem auf das Palastgebäude schauen.

Vor dem Kaiserpalast

Der Palast ist relativ klein, eher bescheiden.
Wir machen ein Picknick im Park und laufen dann in Richtung Tokio Station (Bahnhof).
Das Bahnhofsgebäude ist ein markantes rotes Backsteingebäude aus dem Jahr 1914, das vor kurzem renoviert wurde. Ein wirklich schönes Gebäude.


Wir gehen in den Bahnhof hinein, um Tickets für den Shinkansen (Hochgeschwindigkeitszug) von Tokio nach Kyoto zu kaufen. Die Zugefahrt ist teurer als ein Flug, aber wir wollen wenigstens einmal mit dem Shinkansen fahren.
Generell ist es nicht ganz leicht, sich in Tokio zurechtzufinden. Es gibt zahlreiche U-Bahnlinien und zahlreiche andere innerstädtische Bahnen.
Wir kaufen unsere Tickets, fahren zum Hotel und ich gehe noch kurz ins Fitnesscenter.
Am Abend fahren wir mit der Metro noch einmal zum Kaiserpalast, weil wir ihn bei abendlichen Beleuchtung sehen wollen. Die Springbrunnen gegenüber des kaiserlichen Gartens sind sehr schön beleuchtet, der kaiserliche Palast mit Garten umd Mauer liegt im Dunkeln. Überhaupt sieht man hier in Tokio im Vergleich zu China und Korea wenig abendliche Beleuchtung.

Eine Brücke zum Palast

Tokio habe ich mir anders vorgestellt.
Schon am ersten Tag haben wir hier mehr «nichtasiatisch» aussehende Menschen gesehen als in China und Korea in sechs Wochen. Viele Menschen aus der ganzen Welt arbeiten hier.
Am Tag ist es überall sehr geschäftig, aber abends ist es überraschend ruhig in den Straßen. Der Verkehr hält sich in Grenzen, die U-Bahn ist wenig frequentiert.
Die Japaner sind sehr freundlich und bieten uns häufig ungefragt ihre Hilfe an.
Akasaka, das Viertel in dem wir wohnen, gehört zu den gehobenen Vierteln in Tokio. Hier gibt es neben großen Geschäftshochhäusern auch kleine Häuser. In unserer Nähe befindet sich ein Park, der leider nicht für alle Leute, sondern nur für Anwohner nutzbar ist.
Es gibt einige sehr schön angelegte Parks in Tokio.
Fitnessplätze im Freien, wie wir sie in China und Korea gesehen haben, gibt es hier scheinbar nicht, zumindest haben wir noch keinen entdeckt.
Die wenigen Kinderspielplätze, die wir entdeckt haben, sind eher klein und unscheinbar.
Es gibt auch nicht viel «Altes» in Tokio zu entdecken. Klar, die Stadt wurde durch Erdbeben und Bombardierung im Zweiten Weltkrieg weitestgehend zerstört, aber das war mir bisher nicht klar.
Ich habe mir die Stadt viel moderner vorgestellt, mehr Wolkenkratzer, moderne U-Bahnen. Aber es scheint irgendwie alles etwas in die Jahre gekommen zu sein. Die Hochhäuser wirken teilweise alt, ebenso die U-Bahn.
Generell ist alles sauber, aber manches wirkt nicht sehr gepflegt.
Wir haben noch ein paar Tage Zeit zum Entdecken… schauen wir mal…

Nachtrag:
Am 22.10.2019, also in zwei Tagen, findet die Thronbesteigung des neuen japanischen Kaisers statt, der alte Kaiser hatte im April abgedankt.

Thronbesteigung Ablauf

Samstag 19.10.2019

Tag: 97  Tokio

ca. 19Grad, bewölkt, Nachts: Regen, Tags: kein Regen

Heute Nacht hat es durch das geöffnete Fenster unseres Hotelzimmer reingeregnet. Leider stand Thomas’ Rucksack unter dem Fenster und einige Klamotten sind jetzt feucht.
Wir spannen unsere Wäscheleine quer durchs Zimmer, um die Sachen zu trocknen.
Nach dem Frühstück gehen wir in Richtung Tokio Tower, lassen uns treiben.
Zunächst entdecken wir einen kleinen Tempel ganz in der Nähe des Hotels mitten in einem Wohngebiet, in dem gerade einige Leute festlich gekleidet versammelt sind. Wir sehen ein Brautpaar in traditioneller Kleidung und Zwillingsbabys, die wohl gerade getauft wurden. Einige der Gäste tragen Kimonos, die traditionelle Kleidung der Frauen in Japan.

Wir laufen weiter und erreichen den Tokio Tower.


Der Tokyo Tower ist ein Fernsehturm, der 1958 nach dem Vorbild des Eiffelturms im Shiba-Park im Stadtbezirk Minato gebaut wurde und eines der Wahrzeichen der japanischen Hauptstadt Tokio. Der Tokyo Tower dient zur Ausstrahlung von 24 Fernseh- und Radioprogrammen und verzeichnet jährlich etwa drei Millionen Besucher.
Wir schauen uns den Tower an, wollen aber heute nicht auf die Plattform, da die Sicht nicht gut ist. Es ist stark bewölkt. Vor dem Tower finden musikalische Darbietungen statt. Eine Mädchengruppe, in Kimonos gekleidet, spielt ein japanisches Instrument. Wir schauen ein bisschen, laufen dann weiter und finden den Shibarikyu Park. Den wollen wir uns ansehen.
Der Shibarikyū-Park ist ein Park aus der Edo-Zeit im Bezirk Minato in Tokyo. Der japanische Garten ist schön angelegt. Er umschließt einen verhältnismäßig großen Teich mit drei Inseln. Im Teich schwimmen Fische und auf den Steinen im Wasser liegen Wssserschildkröten, die auf ein bisschen Sonne warten. Es gibt kleine Anhöhen, auf denen wunderschön beschnittene Bäume stehen. Wir nutzen die kleine Auszeit für ein Picknick.


Weiter geht es in Richtung Tokio Bay. Von hier haben wir einen schönen Blick auf den Hafen und die Rainbow Bridge.
Wir nehmen den Zug, fahren über die beeindruckende Brücke und erreichen die Insel Odaiba.
Odaiba ist das Hightech-Unterhaltungsviertel auf einer künstlichen Insel in der Bucht von Tokio.
Hier befindet sich ein Riesenrad und das DIGITAL ART MUSEUM, welches wir besichtigen wollen. Als wir ankommen, werden auf Grund des hohen Besucheraufkommens keine Eintrittstickets mehr verkauft. Die Schlange der auf Einlass Wartenden ist unendlich lang. Wir beobachten das Schauspiel eine zeitlang und dann gibt es plötzlich wieder Tickets. Wir verzichten aber, haben keine Lust auf ein überfüllten Museum.
Wir gehen zurück und kommen an ZEPPELIN TOKIO vorbei, einer großen Musikhalle. Auch hier stehen viele Leute, um die Halle zu besichtigen.
Schließlich landen wir im schönen Outletcenter VENUS FORT. Das Venus Fort mit seinem künstlichen Himmel im venezianischen Stil hat wirklich tolle Geschäfte zum Shoppen. Man kann hochwertige Kleidung zu guten Preisen kaufen. Wir schlendern durch das Center, in dem sich auch ein riesiger Innenbrunnen mit Statuen von sechs Göttinnen befindet. Dieser Bereich ist als Fountain Plaza bekannt.
Anschließend besichtigen wir in der HISTORY GARAGE noch Autos aus den 60er Jahren. Es gibt tolle Oldtimer zu sehen, die vor einem nostalgischen Hintergrund präsentiert werden. Etwas müde machen wir uns mit dem Zug und der Metro auf den Rückweg.
Wir waren zwar nicht im geplanten Digitalmuseum, dafür haben wir auf dem Streifzug durch Tokio andere schöne Sachen entdeckt.

Freitag 18.10.2019

Tag: 96  Tokio

ca. 18Grad, bewölkt, kein Regen

Wir besuchen den Meiji Shrine und die berühmte Shibuya Kreuzung. Beides liegt nur 3 U-Bahn Stationen entfernt von unserem Hotel.Tokio ist die Hauptstadt von Japan und befindet sich im Osten der japanischen Hauptinsel Honshū. Hier leben 38 Millionen Einwohner (mehr als in ganz Kanada) und damit ist Tokio an der Zahl der Einwohner gemessen die größte Metropole der Welt. Flächenmäßig ist das Chongqing in China, die Stadt, in der wir unsere Yangtseflussfahrt beendet haben.
Unser Hotel befindet sich im Stadtteil Akasaka im innerstädtischen Bereich von Tokio. Hier gibt es viele Bürogebäude und öffentliche Einrichtungen. Es ist ein belebtes, aber dennoch ruhiges Viertel mit vielen Restaurants.
Zur U-Bahn Station Akasaka sind es vom Hotel nur fünf Minuten.
Wir achten bei der Wahl unserer Unterkünfte in den Großstädten immer sehr auf die Nähe zur U-Bahn, da man eigentlich ständig damit unterwegs ist.

Das Frühstück im Hotel ist sehr gut, eine Mischung aus japanischen und westlichen Speisen. Es gibt vieles aus der japanischen Küche, was wir nicht kennen, aber wir probieren gern mal etwas Neues.

Im Foyer des Hotels steht Mr. Pepper, ein zuckersüßer Roboter, der sich gern mit uns unterhält. Dabei achtet er auf Augenkontakt und blinkert mit den Augen. Ich mag Mr. Pepper…

 

Unser erstes Ziel ist heute der Meiji-Shrine, der sich in einem weitläufigen Park im Stadtteil Shibyua befindet.

Meiji Shrine Tokyo

Das Heiligtum wurde 1920 fertiggestellt und Kaiser Meiji und Kaiserin Shoken gewidmet.
Kaiser Meiji war der erste Kaiser des modernen Japan.
Während der Meiji-Zeit modernisierte und verwestlichte sich Japan, um sich den Großmächten der Welt anzuschließen.
Am nördlichen Ende des Schreingeländes befindet sich das Meiji Jingu Treasure House, ein Schatzhaus, in welchem sich viele interessante persönliche Gegenstände des Kaisers und der Kaiserin, einschließlich der Kutsche, mit der der Kaiser 1889 zur offiziellen Erklärung der Meiji-Verfassung fuhr, befindet. Leider wird das Schatzhaus zurzeit restauriert, da es in 2016 durch ein Erdbeben stark beschädigt wurde. Schade…
Vor einer Woche (da waren wir glücklicherweise noch in Korea) hat die Erde in Tokio wieder gebebt und anschließend jagte ein Taifun über Japan. Im Großraum Tokio, besonders in den ländlichen Gegenden, gab es einige Tote und etliche zerstörte Häuser.
Wir spazieren durch den Park, sehen Wasserschildkröten und genießen die frische Luft. Anschließend geht es weiter zum Yoyogi Park, einem der größten Stadtparks in Tokio mit weitläufigen Rasenflächen, Teichen und Waldgebieten.
Bevor der Yoyogi Park 1967 zum Stadtpark wurde, diente er als Austragungsort für die Olympischen Spiele 1964 in Tokio und davor als Wohngebiet für US-Militärangehörige.
Das Wetter ist nicht so schön, es ist bedeckt bei ca. 16 Grad Celsius und es sieht nach Regen aus.

Im Park

Aber wir haben Glück, denn es bleibt trocken. An einem Teich finden wir eine freie Bank und beobachten die Wasserfontaine und Vögel, die Raben ähneln. Sie sind allerdings viel größer und haben einen sehr spitzen Schnabel.

Im Park

Wir gehen weiter und kommen ins Zentrum von Shibyua. Es ist eines der bekanntesten Viertel in Tokio.
Wohin man sieht, gibt es teure Markengeschäfte und Werbeanzeigen in Häusergröße. Der Bahnhof in Shibuya ist der mit dem größten „Menschenumsatz“ pro Tag in Tokio.
Und dann gibt es noch die berühmte Kreuzung, bei der bei Grün Fußgänger in alle Richtungen – auch diagonal – über die Straße strömen. Zu Stoßzeiten sollen es bis zu 15.000 pro Grünphase sein. Die Kreuzung ist ein beliebter Ort für Filme und Medien in Tokio.

Shibuya Kreuzung

Wir versuchen, bei Starbucks einen Kaffee zu bekommen, denn von dort hat man einen tollen Blick aus der zweiten Etage auf die Kreuzung. Einen Kaffee zu bekommen ist unmöglich, weil es wahnsinnig voll ist, aber einen Blick und ein Foto können wir erhaschen.
Anschließend müssen wir die Kreuzung natürlich einmal überqueren, und es ist ziemlich wuselig.
Danach machen wir uns auf den Weg zum Hotel und gehen abends in einem kleinen Restaurant in der Nähe essen. Eigentlich wollten wir noch einen Spaziergang machen, aber es regnet inzwischen stark, sodass wir uns durch die U-Bahn Station unterirdisch zum Hotel begeben.

Donnerstag 17.10.2019

Tag: 95 Busan – Tokio

Um kurz nach 8:00 Uhr fahren wir mit der Metro und dem
Expresszug zum Airport Gimhae. Von dort geht um 11:00 Uhr unser Flug nach Tokio. Eigentlich wären wir gern mit der Fähre gefahren. Das wäre aber viermal so teurer gewesen, deshalb haben wir uns dagegen entschieden und fliegen für je 78 € nach Tokio.
Wir sind kurz nach 9:00 Uhr am Flughafen, gehen gleich zum Check-in-Schalter und durch die Sicherheitskontrolle.
Dort gibt es Probleme, weil Thomas mal wieder Dinge im Handgepäck hat, die da nicht reindürfen. Ich mag es gar nicht erwähnen, aber es waren vier verschiedene Arten von Taschenmessern. Solche, an denen viele praktische Dinge sind, z.B. Schraubenzieher, Schere, Zange…und die, wie Thomas meint, irgendwann einmal gebraucht werden. Ich habe da so meine Zweifel.
Eigentlich sind die Taschenmesser auch versehentlich im Handgepäck gelandet. Wir wussten nicht genau, wieviel Gewicht unser Gepäck darf, die Aussage der Fluggesellschaft war nicht eindeutig. Wir sind von 15 kg ausgegangen, deshalb hat Thomas die schweren Sachen ins Handgepäck gelegt (welches nur selten gewogen wird) und dabei sind versehentlich die Messer dort gelandet.
Der Beamte lässt nicht mit sich reden, die Dinger dürfen nicht ins Handgepäck…


Einen Moment lang freue ich mich und denke, dass die Messer nun endlich nicht mehr mit uns um die Welt reisen müssen, aber dann tut Thomas mir doch leid. Soll er jetzt wirklich sein Spielzeug hierlassen? Eine weitere Beamte und bietet an, dass Thomas das «Spielzeug» noch mit dem “Großen Gepäck” aufgeben kann. Also muss er noch mal wieder aus der Sicherheitskontrolle raus und geht in Begleitung der Beamten zum Check-in und dort wird er schon erwartet. Man hat schon einen kleinen Karton bereitgestellt, um die Messer zu verpacken. Wir sind begeistert…
Ich warte währenddessen am Ende der Sicherheitskontrolle.
Geschafft… Um 11:00 Uhr fliegen wir nach Tokio-Narita umd landen dort kurz nach 13:00 Uhr. Ca. 16 Grad und Nieselregen 🤨
Während wie auf den Ausstieg warten, landet ein Flugzeug nach dem anderen, ein sehr geschäftiger Flughafen.
Die Einreisekontrolle in Japan geht zügig, alles ist perfekt organisiert. Vor der Passkontrolle werden bereits die Fingerabdrücke genommen und Fotos gemacht, und bei der Passkontrolle braucht der Beamte nur noch die Ausweise zu kontrollieren und stempeln. Eine halbe Stunde nach Landung des Flugzeuges haben wir die Einreiseformalitäten hinter uns und unser Gepäck einschließlich Thomas’ Spielzeug ist auch da. Das ist wirklich schnell.
Jetzt müssen wir noch eine Stunde mit dem Expresszug von Tokio-Narita nach Tokio fahren und noch ein paar Stationen U-Bahn. Wir kaufen Fahrkarten und dann kommt auch schon der Zug.

Der Zug ist top, alle Anzeigen funktionieren in Japanisch und Englisch, alles ist sauber.
Um 16:30 Uhr checken wir im Hotel ein, ruhen uns etwas aus und machen uns am Abend auf den Weg, um etwas zu essen.
Es gibt viele verschiedene Restaurants, kurzum, wir landen im Deutschen Brauhaus. Es gibt Leberkäse, Jägerschnitzel, Sauerkraut, Bratkartoffeln… Lecker. Die wahnsinnig freundliche Bedienung spricht sogar deutsch und trägt ein Dirndl.


Korea — Tag 95 und davor …  hier klicken!

Please follow and like us:
Pinterest

Ein Gedanke zu „Japan – Tokio – Kyoto Okt. 2019“

  1. Liebe Grüße aus dem herbstlichen Darlingerode. Wir haben heute Nebel bei momentan 10Grad und allmählich wird es Kühler hier in Deutschland. Wir verfolgen weiterhin eure interessante Reise mit deutlich anderen Temperaturen. Wunderschön waren die Bilder von der chinesischen Mauer und den gelben Bergen…. Wie farbenprächtig Korea ist und wahnsinnig hoch sind die Tower. Ich glaube ich hätte auf dem Glas Boden auch nicht stehen können, Dirk wäre es eine Freude gewesen!!… Und sehr spannend fand er auch eure Restauranterfahrungen . Das gab Stoff zum erzählen.
    Weiterhin viel Freude am Reisen und eine Menge bunter Eindrücken für euch!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar