Vietnam – Reiseberichte

Vietnam – Reiseberichte

November 21, 2019 2 Von Kirsten


Tourradar

 

Vietnam – unsere Reiseberichte

Wir sind von China aus nach Vietnam eingereist. Eigentlich wollten wir mit dem Zug fahren, haben uns dann aber für das Flugzeug entschieden. Grund: das VISUM. Wir benötigen für 30 Tage (15 Tage visafrei)  ein VISA on arrival und dieses ist nur an internationalen Flughäfen, ohne größere Aufwände, zu bekommen. In Vietnam waren wir fast einen Monat und besuchten Hanoi, Saigon, das Mekong Delta und eigentlich wollten wir noch nach Danang, aber da es dort dauerhaft regnet, haben wir das verschoben und reisten nach Vung Tau.

Vung Tau

Manila

Reisetag – Montag 16.12.2019

Ho Chi Minh City – Manila

Heute heißt es um 5:45 Uhr aufstehen, packen, frühstücken
und um 7:15 geht es mit dem Taxi zum Flughafen. Ho Chi Minh City war nur ein Zwischenstopp und jetzt wollen wir nach Manila, der Hauptstadt der Philippinen und die Metropole mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Welt.
Es ist viel Verkehr und so brauchen wir 30 min bis zum Flughafen.

 

Empfehlung

Wieder unser Tipp: Nutze die Grab-App, so kommst du preiswert, schnell und sicher an dein Ziel. Hoteltransfers sind deutlich teurer, z.B. wollte unser Hotel 385.000 VND und mit Grab sind es nur 100.000 VND.suchen und rufen kannst. Und das Beste, du weißt vorher was es kostet!

Grab – Transport, Food Delivery, Payments”

 

Am Check-in-Schalter gibt es ein Problem, wir dürfen nicht einchecken, weil wir keinen Rück- bzw. Weiterflug nachweisen können. Für die Philippinen braucht man im Voraus kein Visum, muss aber seine Ausreise in Form eines Flugtickets nachweisen. Wir wußten das, aber da wir noch nicht wissen, wann und wohin wir weiterreisen, wollten wir es zunächst ohne versuchen.
Wir verlassen erstmal den Check-in-Schalter, ich stelle mich an der Schlange noch einmal hinten an und Thomas bucht inzwischen zwei Flugtickets über Trip.com nach Bali, da diese relativ preiswert sind. Als wir in der Schlange wieder an der Reihe sind, zeigen wir unsere Flugbestätigung, die reicht der Dame aber nicht, sie will die Onlinetickets sehen, die kommen aber per Mail erst später. Das kann bis zu 1,5 Stunden dauern, dann ist unser Flieger ohne uns weg.
Wir stellen uns ein bisschen doof und dann reicht irgendwie doch die Buchungsnummer, puh… das war knapp.

Die Fluggesellschaften wollen ein Rück- bzw. Weiterflugticket sehen, weil damit sicher gestellt werden soll, dass die Reisenden in der Lage sind auch wieder auszureisen. Wenn diese irgendwann kein Ticket kaufen können, müssen die Fluggesellschaften für deren Rückflug sorgen. Wir fragen uns, wie oft es wohl vorkommt, dass Leute kein Geld für einen Rückflug haben?

Thomas storniert unseren Flug sofort wieder und uns entstehen keine Kosten.
Pünktlich um 9:35 Uhr fliegen wir ab und landen 2,5 Stunden später in Manila. Wir haben eine Stunde Zeitverschiebung zu Ho Chi Minh City und deshalb ist es hier bereits 13 Uhr. Es ist heiß umd schwül im tropischen Klima von Manila.

Manila

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt hier bei knapp 28 Grad Celsius. Heute ist es deutlich wärmer 😏
Die Einreise in Manila geht erstaunlich schnell. Die Pässe werden gescannt, von mir wird noch ein Foto gemacht, von Thomas nicht. Zum Glück müssen wir hier kein Weiterreiseticket nachweisen, nach der Stornierung haben wir nämlich keins mehr.
Wir holen unser Gepäck und gehen zum Money Change, unsere letzten Vietnamesischen Dong gegen Philippinische Peso tauschen, außerdem haben wir noch Hongkong Dollar. Der Kurs ist zwar schlecht, aber wir wollen das Geld nicht noch weitere 7 Monate mit uns führen.
Anschließend kaufen wir gleich noch SIM Karten (beachtet bitte auf welche Insel ihr reist und ob die Anbieter auf eine Netzabdeckung auf euren Zielen haben) für die Telefone und holen noch Bargeld am Automaten. Hier zahlt man wieder kräftig Gebühren, da diese pro Anhebung berechnet werden und hierbei die Abhebesumme sehr begrenzt ist (siehe auch  Hanoi, das selbe Prinzip, die Auszahlunghöhe begrenzen und je Abhebung 5 € kassieren 👎).

Wir wollen mit dem Bus zum Hotel fahren, eine Frau am Flughafen sagt uns im Vorbeigehen, wir sollen zu Nr.19 gehen. An der Haltestelle der Nr.19 stehen schon ein paar Leute. Nach kurzer Wartezeit kommt ein Mann mit einer Liste. Wir fragen, ob hier ein Bus in die City fährt. Er verneint und sagt, wir müssen mit dem Taxi fahren. Zweimal sagt er “Be carefull” (seid vorsichtig)! Wir erklären, dass wir mit dem Bus fahren wollen. Er verneint nochmals, verweist uns zu den gelben Taxis. Im Internet habe ich gelesen, dass die weißen Taxis billiger sind, da aber keins da ist, nehmen wir ein gelbes. Man muss sich erst bei einem Organisator anmelden, Namen und Zielort angeben. Dieser Organisator sitzt dort, wo das Taxi abfährt (Kosten 275PHP –  gelbes Taxi mit Registrierung vom Flughafen zur Altstadt)

Allesgeht schnell und wir fahren zunächst auf einer großen Straße, auf der linken Seite kann man das Meer sehen. Als wir wegen einer Ampel anhalten müssen, klopft es an die Autoscheibe, der Fahrer verriegelt blitzschnell die Autotüren. An der Autoscheibe steht ein Kind und bedeutet mir, dass es Hunger hat, zeigt auf seinen Bauch und den Mund. Alles geht so schnell, wir fahren weiter. Wir sind entsetzt.
Um 15:15 Uhr kommen wir im Hotel an, im Rosas Garden Hotel, es ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen, aber für eine Nacht in Ordnung.
Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, machen wir uns auf den Weg zu einer kurzen Stadterkundung. Wir haben nicht viel Zeit, denn morgen früh müssen wir weiter.

Gelaendewagen Philippinen

Jeepneys – M38 Geländewagen

Uns fallen die Jeepneys auf, M38 Geländewagen der amerikanischen Streitkräfte, die nach dem 2. Weltkrieg umgebaut und neu lackiert wurden. Heute werden sie von einem philippinischen Unternehmen gebaut und dienen als Stadtbusse. Sie sehen nicht sehr bequem aus, dafür haben sie aber ein echt cooles Design. Jetzt verstehen wir, warum wir nicht mit dem Bus vom Flughafen fahren konnten, denn in so einem Jeepney ist kein Platz für große Rucksäcke. Andere Stadtbusse gibt es wohl nicht, dafür aber reichlich Taxis. Es gibt zwar Busbahnhöfe, aber die sind wahrscheinlich nur für Fernbusse, vermuten wir jedenfalls, denn sicher wissen wir es nicht.
Wir laufen in Richtung Rizal Park, davor befindet sich eine große Grünfläche mit Wasserspielen, und hier sind viele Leute unterwegs. Bettelnde Kinder verfolgen uns, fragen auf englisch nach Geld, das jüngste, ein kleines Mädchen, ist schätzungsweise zwei Jahre alt. Wie geht man damit um? Einige werden von ihren Eltern geschickt, gibt man ihnen etwas, kommen viele andere.
Der Rizalpark ist schön angelegt, eine Oase zum Entspannen.
Der Weg führt uns weiter nach Intramuros, einem Stadtteil von Manila, welcher vollständig von Mauern umgeben ist.
Während der spanischen Kolonialzeit auf den Philippinen war der Bezirk der Sitz der spanischen Kolonialverwaltung.
Aus dieser Zeit stammen die schönen Häuser, von denen keines dem anderen gleicht. Manila wurde zwar im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört, jedoch wurden Teile Intramuros gut rekonstruiert.
Wir kommen zu San Agustin, der ältesten Kirche der Philippinen. Sie wurde 1571 errichtet und ist das einzige Gebäude, das der Zerstörung von Intramuros während der Schlacht um Manila entgangen ist. Dreimal wurde die Kirche nach Erdbeben und Kriegen wieder aufgebaut.


Wir besichtigen die Kirche, sie ist wunderschön, ein prächtiges Bauwerk.
Wenige Meter von San Agustin entfernt befindet sich die Kathedrale von Manila. Diese sehen wir nur von außen, die Zeit drängt, es wird schon dunkel. Wir wollen nach Warnungen aus dem Internet nicht allzu lange hier bleiben, da es nachts gerade für Touristen nicht sicher sein soll.
Auf dem Rückweg gehen wir durch eine Straße, die recht finster wirkt. Hier sitzen viele Leute vor alten Häusern, zwischen denen sehr, sehr schmale Gassen hindurchführen. Wir gehen lieber wieder zur “Hauptstraße”.
Der Weg führt uns zum Manila Museum und dort gibt es eine kleine Bar, in der wir uns mit einem Bier und einem herrlichen Melonenshake erfrischen. Die Bar könnte sich auch in Portugal oder Spanien befinden, was für ein Unterschied zu den anderen asiatischen Ländern, in denen es solche Gastronomien nur in wenigen, für Touristen geschaffene Orte gibt. Wir fühlen uns ein bisschen wie zu Hause.

Altstadt Manila

Ein Stück weiter kommen wir an einem wunderschönen Geschäft vorbei, welches sofort unser Interesse weckt. Es steht irgendwas von “Antiquitäten” auf dem Schild am Eingang.
Wir gehen rein und schauen uns um. Es ist ein Kunstgewerbeladen auf zwei Etagen mit vielen verschiedenen Gegenstände von der Reisschüssel bis zum großen Möbelstück.
Ein Maler malt gerade ein Bild.
Es gibt tolle Sachen, wir können leider nicht einkaufen, denn in unserem Gepäck haben wir keinen Platz mehr.
Jetzt aber schnell zurück in Richtung Hotel, wieder vorbei an Kindern, die teils mit ihren Eltern, meistens nur Mütter, oft aber scheinbar auch allein auf der Straße übernachten. Und wieder dieses beklemmende Gefühl in unseren Mägen…
Gegenüber unseres Hotels befindet sich Jolly, ein Fastfood Restaurant ähnlich wie Mc Donald. Hier essen wir, weil wir uns nicht mehr vom Hotel entfernen möchten, im Kopf ist immer das “Be carefull” des Flughafenmitarbeiters.
An der Scheibe des Restaurants sehen wir Kindergesichter, die von außen hineinschauen, was die Leute essen. Straßenkinder, die Hunger haben? Sehr wahrscheinlich… Das Essen schmeckt jetzt noch weniger als vorher. Sollen wir den Kindern etwas zu essen kaufen? Aber dann kommen mit Sicherheit noch viele andere. Kinder und Jugendliche, die teilweise schon kleine Straftäter und / oder drogenabhängig sind. Dann sind die Kinder an der Scheibe verschwunden…
Im Hotel packen wir und ich schaue mir anschließend ein Video auf YouTube über die Straßenkinder in Manila an. Ein beeindruckender Film über einen französischen Pastor, der vor 20 Jahren in Manila eine Organisation gegründet hat, die Straßenkindern eine Chance auf ein “normales” Leben und Bildung geben. Es werden 1500 Kinder von ca. 115 Mitarbeitern betreut, ein Anfang, denn in Manila gibt es ca. 1 Million Straßenkinder.
Bevor ich einschlafe, denke ich noch, dass die Kinder auf der Straße hier wenigstens nicht frieren müssen…

Reisetag – Sonntag 15.12.2019

Vung Tau – Ho Chi Minh City

Reisetag – Samstag 14.12.2019

Vung Tau

Reisetag – Freitag 13.12.2019

Vung Tau

Um 5:30 Uhr klingelt der Wecker, Thomas möchte den Sonnenaufgang schauen. Ich finde das ja ein bisschen früh, aber jetzt bin ich wach.
Wir joggen ein Stück am Strand, sehen den schönen Sonnenaufgang, machen Gymnastik und anschließend nehmen wir ein kurzes Bad im Meer.
Der Strand ist wieder gut besucht, viele Einheimische gehen morgens schwimmen und treiben Sport. Die Muschelsucher sind auch schon unterwegs. Die Arbeit ist mühselig und für ein Kilo Muscheln müssen sie ganz schön lange suchen.

Viele Muscheln

Zurück im Hotel schwimmen wir noch ein paar Bahnen im Pool, bevor wir auf der Terrasse des Restaurants frühstücken.

Hotelpool


Strand von Vung Tau – kilometerlang

Gegen 10:30 Uhr spazieren wir am Strand entlang, wir wollen zur Christus Statue von Vung Tau. Diese ist mit 32 m die vierthöchste der Welt.
Wir wandern ca. 1,5 Stunden vom Hotel aus am Strand entlang und beobachten, wie die Flut kommt. Der breite Strand wird immer schmaler, während wir durchs Wasser waten.

Christusstatue

Dann geht es nicht mehr weiter, wir müssen zur Straße hinauf. In einem kleinen Supermarkt kaufen wir erstmal Wasser und gönnen uns ein Eis.
Wir laufen die Straße ein Stück bergauf, kommen an einem Park vorbei und dann führen zahlreiche Stufen nach oben. Die Sonne brennt, aber die Bäume mit den wunderschönen Blüten in verschiedenen Farben spenden ab und zu ein bisschen Schatten. Außerdem gibt es überall Bänke, auf denen man bei schöner Aussicht verweilen kann.
Die Christus Statue erhebt sich beeindruckend vor uns. Sie lässt sich im Innern über eine Treppe mir 133 Stufen besteigen. Leider ist die Tür verschlossen, sodass wir nicht hochkönnen.

Über 800 Stufen bis zu Christus 😒

Hier oben gibt es auch zwei riesengroße Kanonen. Ich frage mich, wer die hier hochgebracht hat.
Der Aufstieg hat sich gelohnt, die ganze Anlage ist sehr schön.
Wir laufen wieder nach unten und sehen ein Schild, das evtl. besagt, dass man von 11:30 bis 13:30 Uhr nicht ins Innere der Statue kann. Aber das ist unsere Interpretation, wir wissen es nicht genau, denn es ist in vietnamesischer Sprache.
Eigentlich wollten wir zum Sonnenuntergang nach oben, aber bis um 17:00 Uhr müssen alle Besucher vom Berg wieder unten sein, dann schließt das Tor.
Zurück zum Hotel fahren wir mit einem Taxi.
Jetzt müssen wir erstmal in den Pool, denn es ist ganz schön schwül.
Nach einer kleinen Pause geht Thomas in den Fitnessraum, ich verzichte, habe Muskelkater.
Am Abend spazieren wir in die Stadt. Wir kommen zufällig am Märtyrer Tempel vorbei, den wir uns kurz anschauen. Hier gibt es Gedenktafeln für die im Vietnamkrieg getöteten Soldaten aus der Region.
Danach essen wir in einem Restaurant. Anschließend erledigen wir noch ein paar Einkäufe im Lottecenter.
Es ist heute deutlich voller geworden in Vung Tau. Viele Vietnamesen verbringen offensichtlich ihr Wochenende in Vung Tau.

Reisetag – Donnerstag 12.12.2019

Vung Tau

Am Morgen treiben wir am Strand ein bisschen Sport und kühlen uns anschließend im Meer ab. Abkühlen geht eigentlich nicht, denn das Wasser ist genauso warm, wie die Luft. Es ist Ebbe, aber die Wellen sind groß und wo sie sich brechen, hat man kaum halt im Wasser. Wir baden, gehen in den Fitnessraum des Hotels und anschließend zum Frühstück.
Nach dem Frühstück mache ich einen Strandspaziergang, Thomas bleibt im Hotel und sortiert Fotos.
Der Strand hier an der Backbeach ist leer, ich treffe nur wenige Touristen und ein paar Angler und Muschelsucher. Viele Hotelanlagen, an denen ich vorbeikomme, sehen menschenleer aus, obwohl sie sehr schön und gepflegt sind, teilweise scheinen sie aber auch verlassen zu sein.
Irgendwann gibt es keine Hotels mehr, nur Müll, der am Ufer liegt.
Die Sonne brennt, ich bin froh, meinen Lichtschutzfaktor 50 aufgetragen zu haben und mein Basecap schützt mich vor einem Sonnenstich.
Ich treffe auf drei Männer, die sich irgendetwas im Sand anschauen. Neugierig gehe ich auf sie zu und schaue. Auf dem Sand liegt ein Fisch. Er liegt auf dem Bauch und sieht aus, als ob er noch leben würde. Einer der Männer erklärt mir irgendwas von “japanisch” und “giftig”. Mehr verstehe ich nicht. Ich denke, es handelt sich um einen Kugelfisch, der hier mit der letzten Flut angeschwemmt wurde. Als ich später Google frage, finde ich Bilder von solchen Fischen und es war tatsächlich ein Kugelfisch. Kugelfische sind in Japan eine Spezialität. Sie dürfen aber nur von qualifizierten Köchen verarbeitet werden, da sie tötlich wirkendes Gift enthalten.
Ich laufe noch ein ganzes Stück und kehre irgendwann um, denn die Sonne brennt immer mehr. Ich gehe kurz ins Wasser, nur bis zu den Oberschenkeln, dann reisst das Meer mich um. Die Flut kommt und die Brandung ist sehr stark. Für eine kleine Abkühlung reicht es.
Auf dem Rückweg erweckt noch etwas meine Aufmerksamkeit, eine tote Schlange liegt im Sand. Sie ist nicht sehr groß umd hat einen hellen Körper.
Außerdem rennen viele winzige Vögel über den Strandsand. Sie sind so flink, dass ich kaum hinterherkomme, um sie anzuschauen. Wenn ich es schaffe, mich ihnen zu nähern, fliegen sie davon.

Am Nachmittag gehen wie zusammen in den Pool und fahren dann mit einem Taxi zum White Lighthouse (Weißer Leuchtturm), der sich über den Klippen befindet. Es ist ein kleiner Leuchtturm und von hier hat man einen fantastischen Blick auf das Meer. Die Sonne zeigt sich in einem schönen Rot, umgeben von einigen Wolken. Der Taxifahrer wartet eine halbe Stunde auf uns und fährt uns dann wieder abwärts ins Zentrum der Stadt. Hier gehen wir kurz an den Strand (Frontbeach), vor dem viele kleine Fischerboote liegen. Ein wunderschönes Bild während das letzte Rot der Sonne am Himmel verschwindet.

Im alten Hafen von Vung Tau

Anschließend finden wir ein Restaurant, in dem wir Reis Pancakes mit verschiedenen Belägen essen, dazu gibt es Salatblätter und verschiedene Kräuter. Eine sehr leckere vietnamesische Spezialität.

Reisetag – Mittwoch 11.12.2019

Vung Tau

Am frühen Morgen um 6:00 Uhr gehen wir am Strand joggen.
Die Sonne zeigt sich kurz als goldener Ball und verschwindet dann hinter einer Wolkendecke. Es ist schon ziemlich warm.
Am Strand sind schon viele Leute, sie schwimmen, treiben Sport oder gehen spazieren.
Jetzt, bei Ebbe, sind auch die Strandreiniger unterwegs und sammeln Müll, hauptsächlich Plastikmüll, der angespült wurde.
Gut erwärmt (das Schweiß läuft nur so) gehen wir in den Fitnessraum. Wir müssen erstmal lüften, denn der Bodenbelag aus Gummi stinkt entsetzlich.
Dann geht es in den Pool, wir schwimmen und das Wasser ist herrlich erfrischend.
Nach unserem Frühstück auf der Terrasse des Restaurants gehen wir wieder an den Pool. Wir sind dort ganz allein.

Schwimmen im Pool

Der Pool ist erstreckt sich über die ganze Hotelbreite, ca. 35×6 Meter. Hier kann man sehr gut schwimmen, das Wasser hat 26 Grad Celsius und ist deutlich kälter als das Meer. Wir chillen in einem der runden Sofas. Die Sonne scheint, aber es weht ein angenehmer Wind.

Tempel of Heaven

Als die Mittagshitze vorüber ist, machen wir einen Spaziergang in der Gegend und besichtigen den Tempel of Heaven (Himmelstempel). Der Tempel ist von außen ganz hübsch, von innen nicht so sehenswert. Die Anlage, in dem er sich befindet, liegt mitten in einem Wohngebiet und lädt zum Verweilen ein. Wir hören lautes Vogelgeschnatter, laufen von einem Baum zum anderen, um die Vögel zu entdecken. Ab und zu sehen wir mal einen fliegen, aber wundern uns schon, wie laut die sind.
Und dann entdeckt Thomas die Lautsprecher ganz oben am Dach, aus welchen die Geräusche kommen. Da können wir ja lange nach den Vögeln Ausschau halten.
Wir gehen weiter, suchen einen Frisör, finden mehrere, die sich alle nebeneinander befinden und einer spricht uns besonders an. Die Einrichtung ist cool, in orange und grau gehalten. An einer Wand hängen Fotos von Menschen mit unterschiedlichen Frisuren, fast ausschließlich Männer.
Die Angestellten bitten uns Platz zu nehmen und nach kurzer Zeit kommt eine der Angestellten und gibt Thomas ein Telefon. Am anderen Ende der Leitung ist eine englischsprechende Frau, die sich nach Thomas Frisurwünschen erkundigt. Diese gibt sie an den Frisör weiter und dann ist Thomas auch bald dran. Der Frisör nimmt sich viel Zeit und arbeitet exakt. Thomas Haare werden toll geschnitten und anschließend lässt er sich noch die Ohren reinigen. Das Ganze kostet 100000 Dong, ca. 3,90 €.
Danach kaufen wir im Lottecenter ein paar Sachen ein uns essen dort zu Abend.

Reisetag – Dienstag 10.12.2019

Vung Tau

Als ich um 7:00 Uhr aufwache, ist Thomas weg. Ich schaue von unserer Terrasse und entdecke ihn winkend am Strand. Er joggt.
Später zeigt er mir schöne Fotos von einem wunderbaren Sonnenaufgang. Den habe ich leider verschlafen.

Sonnenaufgang vom Hotelzimmer

Gemeinsam gehen wir in den Pool, welcher sich in der 17. Etage befindet, zum schwimmen. Vom Pool kann man aufs Meer schauen.

Schwimmen im Pool

In unserem Hotel gibt es ein sehr gutes Frühstück, welches wir auf einer großen Terrasse mit Meerblick genießen können. Wir sitzen allein auf der Terrasse, alle anderen Gäste sitzen im Restaurant, es sind nicht sehr viele.
Jetzt ist bis Sonntag chillen angesagt. Wir sind ein bisschen reisemüde. Die vielen Städte und das ständige Umziehen von einem Ort zum nächsten, bei dem auch immer viel zu organisieren ist, haben uns etwas geschlaucht. Eigentlich wollten wir in die Städte Da Nang und Hoi An, welche ebenfalls an der Küste liegen, aber dort regnet es seit Wochen, und das Wetter wird auch in den nächsten Tagen nicht besser.
Hier in Vung Tau ist super Wetter, Temperaturen um 30 Grad Celsius.
Vung Tau ist eine Halbinsel mit langen Sandstränden.
Der rege Schiffshandel in der Kolonialzeit hat der Stadt ihren Namen gegeben, Vung Tau bedeutet nämlich “Ankergrund”. Die Klippen von Vung Tau heißen Mui Nghinh Phong, wortwörtlich übersetzt bedeutet das “Kap des hervorragenden Windes”. Und windig ist es hier tatsächlich.
Nach dem Frühstück machen wir einen langen Spaziergang am Strand. Es ist gerade Ebbe. Wir sind überrascht, wie sauber der Strand hier ist, da wir im Internet einiges Negatives gelesen haben. Er wird jeden Morgen gereinigt.
Wir verlassen den Strand, laufen dann ein Stück in Stadt, um Wasser und ein paar leckere Früchte zu holen. In einem kleinen Geschäft lassen wir uns eine Kokosnuss öffnen, trinken und essen ihren Inhalt.
Zurück im Hotel gehe ich an den Pool und Thomas macht ein Mittagsschläfchens. Am Pool ist es recht leer, sehr ruhig.
Anschließend nutzen wir das kleine Fitnesscenter im Hotel.
Am Abend gehen wir zum Lottemarkt, einem Einkaufszentrum, welches sich ca. 1 km von unserem Hotel entfernt befindet. Hier kaufen wir ein paar Sachen ein und essen gleich zu Abend.
Ich gönne mir ein halbes Hähnchen mit Pommes, Thomas isst lokales Essen.
Heute findet ein Fussballspiel statt, wieder Vietnam gegen Indonesien, am 01.12.2019 gab es auch ein Spiel zwischen den Beiden in einem anderem Wettbewerb. Vietnam gewinnt heute gegen Indonesien und danach herrscht in Vung Tau Ausnahmezustand. Von unserer Terrasse beobachten wir die Autos, die mit Vietnamflaggen fahren, und hunderte Mopeds, die hupend und trötend immer wieder hier vorbeifahren.

Ben Tre – Mekongdelta

Reisetag – Montag 09.12.2019

Ben Tre – Vung Tau

Am Morgen ist Ebbe im Fluss, dass Wasser hat sich zurückgezogen. Die Sonne scheint.
Wir genießen unser letztes Frühstück im Pavillon mit Blick auf den Fluss, denn heute reisen wir weiter.
Der Mitarbeiter des HOMESTAYS hat für uns zwei Mopedtaxis bestellt, diese werden uns zur Bushaltestelle im Ort fahren.
Wir bedanken uns für die schönen Tage, verabschieden uns und bekommen noch eine geschälte Pomelo geschenkt.

Warten auf den Bus in Ben Tre

Kurz nachdem wir die Bushaltestelle erreicht haben, kommt der Bus und fährt um 9:30 Uhr weiter.
Im Bus sitzen schon einige Leute und außerdem sind an Bord einige Kartons und Kisten.

Bus von Ben Tre nach HMC

Irgendwann hören wir ein Huhn gackern. Wir können es nicht sehen, aber offensichtlich befindet es sich in einem Behälter unter einem Sitz.
Um 12:30 erreichen wir Ho Chi Minh City. Wir fahren mit einem Stadtbus zu einem Restaurant in der Nähe des Kriegsopfermuseums, in welchem wir schon zweimal während unseres Aufenthaltes gegessen haben.
Dann laufen wir zum Hotel Citadines, denn dort müssen wir unsere Rucksäcke abholen. Diese durften wir für ein paar Tage während unseres Ausflüge ins Mekongdelta einlagern.
In der Lobby des Hotels packen wir noch ein paar Sachen um und gehen dann zur Bushaltestelle, um mit dem Bus Nr.14 zum FUTA Busbahnhof zu fahren.

Ticketabholung in HMC

 

Ticket und Kennzeichen

Wir holen unsere Tickets, die wir bereits vorher online gekauft haben. Eigentlich soll der Bus um 16 Uhr fahren, aber auf dem Tickets ist 15:30 Uhr notiert. Wir denken es ist die Boarding time, im Endeffekt fährt der Bus aber bereits um 15:25 Uhr los.
Die Fahrt durch Ho-Chi-Minh-City und danach dauert auf Grund des vielen Verkehrs eine gefühlte Ewigkeit und so erreichen wir erst um 18:30 Uhr den Busbahnhof von Vung Tau. Insgesamt sind wir heute 230 km gefahren.
Der Busfahrer erklärt uns, das von hier ein Shuttlebus die Hotels anfährt. Das ist super, so benötigen wir kein Taxi.
Der Shuttlebus ist kostenlos und benötigt nur 5 Minuten bis zu unserem Hotel Cao in Vung Tau.

Hotelzimmer Vung Tau

Wir haben ein schönes Zimmer mit Meerblick und großem Eckbalkon. Es ist bereits dunkel, und ich bin schon auf die Aussicht am Tag gespannt.
Wir begutachten unser Zimmer und machen uns auf die Suche nach einem Restaurant. Wir finden ein Straßenrestaurant, in dem es viel frischen Fisch gibt. Ich suche mir einen Fisch aus und Thomas nimmt einen Octopus. Beides wird frisch gegrillt. Mein Fisch ist lecker, der Octopus leider zäh.
Anschließend sitzen wir auf unserem Balkon, es ist stürmisch und das Meer tobt.

 

Reisetag – Sonntag 08.12.2019

Ben Tre – Mekong-Delta

Als wir aufwachen, knallt die Sonne schon. Die Temperatur ist noch angenehm, aber das wird sich wohl bald ändern.
Wir schwimmen ein paar Bahnen im Pool. Herrlich, das macht munter.
In einem der Pavillons, die hier in unserem Garten direkt am Fluss liegen, bekommen wir wieder ein leckeres Frühstück bestehend aus Omelett, Baguette, Lemonjuice, frischem Obst und Vanillejoghurt.
Danach machen wir einen Spaziergang und schauen uns die umliegenden Farmen an. Die vielen Fruchtbäume ergeben ein herrliches Grün, so stellt man sich den Dschungel vor.

Wir sehen viele exotische Früchte

Es ist immer wieder interessant, die exotischen Früchte, die wir ja, wenn überhaupt, nur aus dem Supermarkt kennen, an den Bäumen hängen zu sehen.
Gegen Mittag wird es sehr heiß und wir gehen zurück zu unserem Homestay, welches früher auch eine Farm war.
Wir erfrischen uns im Pool und lümmeln uns anschließend in die Hängematten. Ein bisschen arbeiten müssen wir auch, ich bin mit meinen Texten drei Tage im Rückstand und Thomas kommt mit seinen Fotos auch nicht hinterher.
Am Abend haben wir einiges geschafft und können morgen mit gutem Gewissen weiterreisen.

Reisetag – Samstag 07.12.2019

Ben Tre – Mekong-Delta

Wir haben in dieser herrlichen Umgebung super geschlafen. Der große Angriff der Moskitos ist ausgeblieben.
In unserem Homestay stehen uns kostenlos Fahrräder zur Verfügung, mit denen wir uns heute auf den Weg machen.
Wir fahren durch das von vielen Wassergräben durchzogene Gebiet, in dem sich Farm an Farm reiht und dann weiter durch kleine Orte. Unterwegs werden wir immer wieder von Kindern, aber auch Erwachsenen mit einem freundlichen Hallo begrüßt. Die Kinder sprechen uns manchmal auf englisch an. Auch an anderen Orten dieses Landes haben uns Kinder und Jugendliche um ein Gespräch gebeten. Sie wollen ihre Englischkenntnisse verbessern und sprechen ganz gezielt Touristen an.
Vor einem der teilweise sehr hübschen Häuser sitzen zwei Frauen umd freuen sich laut lachend, als wir ihr nettes Hallo erwidern. Die Menschen hier sind so nett zu uns und auch untereinander.
Unser Weg führt vorbei an einer Anbetungsstelle. Hier wird noch gebaut. Wir schauen uns kurz um und fahren weiter.
Es geht über eine Brücke und unterhalb der Brücke sehen wir viele Kokosnüsse. Wir fahren hin und wollen eine Nuss kaufen.

Kokosnüsse und andere Früchte

Der alte Mann, der in der Hängematte liegt, steht auf und holt seine Frau.

Zum Trinken muss die Nuss aufgehackt werden

Sie hackt uns eine Nuss auf und wir trinken. Sie versucht uns zu erklären, dass die nicht gut schmeckt, zumindest verstehen wir es so. Ja stimmt, wir hatten schon bessere, aber auch schlechtere. Dann verschwindet sie und kommt mit einer anderen Nuss zurück, hackt die wieder auf und gibt sie uns. Tatsächlich, diese ist viel aromatischer. Als die Nuss leer ist, hackt sie diese durch, bringt ins einen Löffel und so können wir auch das Kokosfleisch essen.

Herrlich frisch und oberlecker.
Wir bedanken uns sehr herzlich und geben ihr ein bisschen Geld.
Ein Stück weiter sehen wir eine kleine “Fabrik”, in der Kokosnüsse verarbeitet werden. Ein Mann befreit die Kokosnüsse grob von der dicken Außenschale, und anschließend entfernen zwei Frauen säuberlich die Fasern. Die anfallenden Fasern werden dann geschreddert.
Ben Tre gilt als die Kokosnuss-Metropole Vietnams. Hier wachsen so viele verschiedene Arten von Kokosnüssen wie sonst nirgends im Land. Die Nüsse und auch die vertrockneten Blätter der Kokospalme werden zu 100% zum Verzehr, für Wellnessprodukte, Handwerksprodukte, als Brennmaterial in der Ziegelherstellung und als Rohstoff zur Weiterverarbeitung in der Industrie verwertet.
Unser Vermieter erzählte uns, dass 60% der Kokospalmen in den letzten 20 Jahren gefällt wurden, da man mit anderen Früchten mehr und schneller Geld verdienen kann.
Wir kommen zu einem großen Tempel, der noch recht neu aussieht. Der Innenraum ist in sehr bunten Pastellfarben gestaltet. Wir wissen leider von der Religion, die dahintersteckt, überhaupt nichts. So bleibt uns nur die aufwendige Gestaltung des Tempels zu bewundern.


Auf dem Außengelände des Tempels treffen wir auf eine merkwürdige Frau, die uns irgendwas erzählen will.

Sie ist sehr dünn und zeigt immer auf die Sonne. Am Ende möchte Sie mit uns fotografiert werden. Dann erzählt sie weiter und wir verstehen nichts. Thomas will ihr Geld geben, weil wir so etwas wie “coins” verstehen. Sie will das Geld nicht, ist ein bisschen beleidigt. Wir wollen weiter, verabschieden uns, aber sie will uns nicht gehen lassen, verfolgt uns bis zu unseren Fahrrädern. Jetzt aber nichts wie weg hier.
Der Rückweg ist lang, zum Glück ist es heute bedeckt und nicht so heiß. Nach einer Pause mit einer Suppe in einem typischen vietnamesischen Restaurant (andere gibt es hier nicht) fahren wir zum Homestay. Insgesamt sind wir ca. 15 km geradelt.
Jetzt geht es erstmal in den Pool und anschließend wird im Liegestuhl im Pavillon am Fluss gechillt.
Am Nachmittag arbeiten wir hart. Wir müssen endlich entscheiden, wo wir die nächste Zeit verbringen wollen. In Indonesien ist Regenzeit, leider. Über die Philippinen jagt gerade ein Typhoon. Wir recherchieren, wägen ab, werfen wieder alles über den Haufen, fangen noch einmal an.
Am Ende entscheiden wir, dass wir morgen mit Bussen über Ho Chi Minh City (dort wartet noch unser großes Gepäck) nach Vung Tau für ein paar Tage ans Meer fahren. Anschließend fliegen wir auf die Philippinen auf die Insel Busuanga im Distrikt Palawan, auf der es um diese Zeit nicht regnen soll und auch keine Stürmer toben. Dort haben wir vom 17.12. – 24.12.2019 einen Bungalow mit Meerblick gemietet. Leider war über Weihnachten keine Buchung bei booking.com mehr möglich, wir werden aber direkt im Hotel mal nachfragen, ob es vielleicht noch ein Zimmer zu dieser Zeit gibt.
Die passenden Flüge und die Hotels zur Zwischenübernachtung in Manila haben wir auch gefunden 👍

 

Can Thơ – Mekongdelta

Reisetag – Freitag 06.12.2019

Can Thơ – Ben Tre – Mekong-Delta

6:00 Uhr, wieder früh aufstehen, wir reisen weiter.
Nach einem guten Frühstück bestellen wir an der Rezeption ein Taxi zum Busbahnhof. Von hier aus geht es dann mit einem Bus ca. 120 km nach BEN TRE, einer Provinz im Mekongdelta, die noch weniger touristisch erschlossen ist.
Die Rezeptionistin teilt uns mit, dass uns der Vermieter von unserem Homestay in BEN TRAY vom Bus abholt. Offensichtlich hat er im Hotel angerufen.
Das Taxi kommt und die Rezeptionistin erklärt dem Taxifahrer, dass wir zum Busbahnhof wollen und sagt ihm auch, dass er den Busfahrer anrufen soll, um uns beim Ausstieg abzuholen. Wir verstehen den Aufwand nicht, nur soviel, dass das Taxi nicht in den Busbahnhof hineinfahren darf. Ok, also abwarten…
Das Taxi kommt und um 7:25 Uhr fahren wir los.
Keine 15 min später steigen wir vor dem Busbahnhof von CAN THO aus und dort wartet schon der Busfahrer, bringt uns zu unserem Bus, der nur 100 m entfernt steht und den wir eigentlich auch allein gefunden hätten. Aber wir sind dankbar für die Fürsorge und Freundlichkeit der Vietnamesen.
Wir zeigen ihm einen Zettel der Rezeption, auf dem notiert ist, wo wir aussteigen sollen. An Bord ist außer dem Fahrer noch ein Busbegleiter, der die Tickets verkauft. Vorsichtshalber zeige ich dem auch noch einmal die Adresse, an der wir aussteigen sollen.
Eigentlich ist um 8:00 Uhr Abfahrt, aber um 7:47 Uhr geht es plötzlich los. Vorher checkt ein Mann anhand einer Liste, ob alle Leute, die reserviert haben, an Bord sind.
Durch den starken Verkehr werden aus geplanten 2,5 Stunden Fahrt 3,5 Stunden.
Eine Busfahrt mit einem lokalen Bus ist immer wieder ein Erlebnis. Die Busse befördern Menschen, aber auch Waren und Pakete. Unser Bus nimmt unterwegs mehrere große Kartons und Säcke auf, die dann im Gang gestapelt werden. Wer aussteigen möchte muss rüberklettern. Irgendwo unterwegs werden die Waren wieder ausgeladen und von irgendjemand abgeholt.
Gegen 11:10 Uhr erreichen wir endlich BEN TRE.
An der Tankstelle, an der wir aussteigen, wartet schon unser Vermieter. Wir begrüßen uns, steigen in sein Auto ein und erreichen 10 min später unser Homestay, welches in einem wunderschönen Garten liegt.

Willkommensgetränk im Homestay

Hier gibt es Kokosnusspalmen, Papayabäume, Bananenbäume, Kakaobäume, zahlreiche Orchideen, Oleander und andere wunderschöne Pflanzen.

Moskitonetz

Unser Zimmer können wir noch nicht beziehen. Wir bekommen einen frischen Lemonjuice, den wir direkt am Fluss in einem Pavillon genießen dürfen. Dazu bestellen wir uns etwas zu essen und nachdem wir aufgegessen haben, können wir unseren Holzbungalow beziehen.

Dieser steht auf Pfählen über einem Wassergraben, in dem sich zahlreiche Fische tummeln und ist einfach aber zweckmäßig eingerichtet. Wir haben ein eigenes Bad und ein Moskitonetz über dem Bett.
Nachdem wir uns mit unseren wenigen Sachen eingerichtet haben, gehen wir in den Pool. Dieser ist herrlich erfrischend bei der Hitze. Dann kommt die Müdigkeit…

Hier wohnen wir für ein paar Tage

Um 15:30 haben wir uns mit unserem Vermieter zu einer Bootstour mit seinem eigenen Boot verabredet.
Das Boot ist ein einfaches Holzboot mit Motor. Zunächst fahren wir durch einen Kanal, und sehen viele Vögel, u.a Kingfisher (Eisvögel) in verschiedenen Farben. Wunderschön… Und dann schwimmt eine hellgrüne Schlange direkt am Boot vorbei.
Der Kanal, durch den wir fahren ist ziemlich schmal und so können wir die Vegetation an den Ufern gut beobachten. Neben zahlreichen Obstbäumen gibt es hier auch viele Mangroven.

Bootsbesteigung

Die vielen Kanäle sind die Lebensader der Vietnamesen. Sie sorgen für fruchtbaren Boden und hier wird gebadet, gewaschen und gefischt.

Bootstour in Ben Tre

Wir verlassen den Kanal und fahren auf dem Mekongfluss weiter, der hier an einigen Stellen bis zu einem Kilometer breit ist. Hier gibt es zahlreiche Fischfarmen, in denen u.a. Tilapia und Catfisch (Wels) gezüchtet wird.

Schwimmende Fischfarmen auf dem Mekong

Wir fahren ganz nah an den Farmen vorbei, die streng von scharfen Hunden vor tierischen Räubern bewacht werden. Hier klaut niemand…
In den Fischbecken des Mekong schwimmen wohl tausende Fische, die auch nach Europa exportiert werden.

Sonnenuntergang am Mekong

Und mitten zwischen diesen Fischfarmen in einem kleinen Holzboot auf dem riesigen Mekong erleben wir den schönsten Sonnenuntergang seit langem. Einfach unbeschreiblich…

Sonnenuntergang am Mekong

Sonnenuntergang am Mekong

Nach drei Stunden erreichen wir unser Homestay und genießen im Pavillon am Fluss gutes Essen aus der hauseigenen Küche, welches hier a la carte angeboten wird.
Den Abend verbringen wir in einem der Pavillons mit den Schilfdächern in Hängematten. Wir löschen das Licht und sehen viele Glühwürmchen.

Nachts am Kanal im Mekong-Delta

Manchmal kräht ein Hahn und irgendwann quaken nur noch die Frösche.
Ich glaube, ich könnte hier überwintern.

TOP


Reisetag – Donnerstag 05.12.2019

Can Tho – Mekong-Delta

Um 5:00 Uhr aufstehen ist nun wirklich nicht unser Ding, aber heute muss es mal sein 😣.
Wir verlassen das Hotel ohne Frühstück, wollen uns heute den schwimmenden Markt von Cai Rang ansehen.
Vor dem Hotel werden wir von einer Frau angesprochen, sie möchte uns eine Tour zum Markt verkaufen.
Sie erzählt uns, dass ihre Schwester das Boot fährt.
Nach einigem Verhandeln werden wir uns einig. Handeln lohnt sich hier fast immer, denn die Preise werden von den Verkäufern meist zu hoch angesetzt (von 500.000 VND auf 250.000 VND für das Boot, incl. 3 Stunden; wir waren 4 Std. unterwegs, was aber nichts am Preis änderte).
Wir laufen mit der Frau ein paar Meter bis zur Bootsablegestelle, die Schwester ist auf einmal ein Mann!? und kurz danach geht es mit einem Holzboot von ca. 6m Länge los.

Abfahrtsstelle der Boote in Can Tho

Während der Fahrt essen wir von unserem mitgebrachten Brot und Käse. Wir müssen ca. 6km bis zum schwimmenden Markt in Cai Rang fahren.

Fahrstrecke der Bootstour von Can Tho zum Floatingmarket
Tour Lê Bình – An Hội (Anleger-Market) Aktivität 6,2 km • 42:44 Min. https://mapy.cz/s/becesuhuca
Am Ufer sehen wir alte Häuser oder eher Hütten und leider auch viel Müll, vor allem Plastik.

Mekong – Bootstour

Die Häuser sehen sehr ärmlich aus, es ist immer wieder erstaunlich, wie bescheiden die Leute hier leben. Vor einem der kleinen Häuser hängt Kleidung und ein weißes Hochzeitskleid.
Der Cai Rang Markt ist der größte schwimmende Markt im Mekongdelta. Es ist interessant zu sehen, wie die Händler und Restaurantbesitzer hier in grösseren Mengen Lebenmittel, vor allem Obst und Gemüse, einkaufen und wie dieses in Handarbeit auf die kleineren Boote verladen wird.

Handel auf dem Mekong

Die Grosshändler leben mit ihren Familien auf den Booten und betreiben von hier aus ihre Geschäfte. Die Boote sehen alle alt aus – was für ein Unterschied zu den uns bekannten weißen Booten in den Yachthäfen.
Ein Frau in einem kleinen Boot kommt zu uns gefahren und bietet uns Kaffee und Tee an. Wir kaufen einen Tee und beim nächsten Boot gibt es eine Suppe. Man kann während der Zubereitung von einem Boot ins andere schauen. Unser Bootsführer baut schnell ein Brett zum Tisch um und so können wir bequem essen. Er selbst gönnt sich auch eine Suppe.
Die meisten der Handelsboote sind ziemlich groß, zumindest hatte ich sie mir kleiner vorgestellt.
Wir sehen unzählige Boote mit Kokosnüssen, Ananas, Bananen und Reis.
An den Booten befinden sich lange Bambusstäbe, auf denen Lebensmittel stecken, die auf dem jeweiligen Boot verkauft werden.

Handelsaktivitäten

Somit kann man schon von weitem erkennen, was wo angeboten wird.
Den Markt besucht man am besten zwischen 6:00 und 8:00 Uhr, denn dann werden die meisten Geschäfte getätigt und es ist wunderschön den Sonnenaufgang auf dem Fluss zu erleben.
Nachdem wir den Markt passiert haben, fahren wir in einen Seitenkanal bis zu einer Reisnudelfabrik. Hier werden auf traditionelle Weise Reisnudeln hergestellt. Wir verlassen das Boot, schauen bei der Herstellung zu und dürfen mithelfen. Reisnudeln sind ein traditionelles vietnamesisches Gericht und sehr lecker.

Fahrstrecke Reisenudelfabrik zum Fruchtgarten
Tour Phong Điền – Long Tuyền ( von Rice Noodle Fabrik zum Fruit Garden) Aktivität 5,3 km • 1:04 Std. https://mapy.cz/s/nagatepolu
Unsere Fahrt geht weiter zu einem weiteren Flussarm in Richtung eines Fruchtgartens. Der Nebenkanal ist relativ schmal und hier fahren nur wenige Boote. Hier schwimmt auch nicht mehr so viel Müll rum, insgesamt wirkt alles sauberer. Manchmal winken uns Leute, insbesondere  Kinder, vom Ufer zu. Man kann hier beobachten, wie die Einheimischen leben. Am Ufer sieht man viele Bäume, ein herrliches Grün.
In einem alten Holzboot sitzt ein Mann und fischt.
Beim Fruchtgarten angekommen, verlassen wir wieder das Boot und kaufen uns zunächst einen Fruchtteller. Thomas möchte eine Jackfruit und ich nehme eine Mango. Die Früchte werden für uns frisch geschält und geschnitten. Die Früchte sind köstlich, süss und saftig.
Anschließend gehen wir durch den Garten, schauen uns die Obstbäume an. Es gibt Mangobäume, Papayabäume, Kakaobäume u.v.a.
Unser Bootsführer, der uns immer begleitet, zeigt uns, wie man aus einer Blüte einen Vogel bastelt. Er spricht kein Wort englisch, macht Vogelgeräusche nach, um uns zu erklären, was wir basteln. Und freut sich dabei, laut lachend, wie ein kleines Kind. Herrlich…
An einem kleinen Teich füttern wir Karpfen und Welse.
Den Fruchtgarten finden wir nicht so spektakulär, vielleicht weil wir solche Bäume schon häufig gesehen haben, aber den Weg dorthin durch den kleinen Kanal haben wir sehr genossen.
Wir treten den Rückweg per Boot an und erreichen gegen 9:30 Uhr nach 4 Stunden wieder den Anlegeplatz.

Im Hotel haben wir noch die Möglichkeiten zu frühstücken. Das Büfett ist sehr reichhaltig. Anschließend holen wir noch etwas Schlaf nach, chillen am Pool und buchen unsere Weiterreise.
Am Abend essen wir in einem italienischen Restaurant.

 

Ho Chi Minh City – Saigon

Reisetag – Mittwoch 04.12.2019

Ho Chi Minh City – Can Tho

Wir checken im Hotel aus und dürfen unser großes Gepäck dort für ein paar Tage einlagern. Mit nur jeweils einem kleinen Tagesrucksack, in den relativ wenig reinpasst, geht es für ein paar Tage ins Mekongdelta. Es ist heiß und auch nachts kühlt es nicht wesentlich ab, sodass wir nichts weiter brauchen, T-Shirt und Zipphose, Badesachen und Zahnbürsten.
Um 9:15 UHR verlassen wir das Hotel und fahren mit dem Stadtbus Nr.14 zur FUTA Busstation (auch Endstation der Stadtbuslinie 14),  dort  fährt um 11:00 Uhr unser Sleepbus (Schlafbus) nach CAN THO, der größten Stadt im Mekongdelta. Man kann nur den Schlafbus buchen, es gibt keinen anderen.
Es war nicht ganz einfach, die Adresse des Busbahnhofes, von dem die FUTA Busse abfahren auf MAPS.ME oder Mapy.cz zu finden. Überhaupt war das Organisieren der Bustickets etwas abenteuerlich, im Nachhinein aber recht einfach.

Futa Busbahnhof in Ho Chi Minh City
Futa Bus Bahnhof in HMC

VP BX Miền Tây: 395 Kinh Dương Vương , P.An Lạc , Q.Bình Tân

https://mapy.cz/s/mohejodepa

GPS Pos : 10.7406805N, 106.6184793E

Online Buchung: Futa Bus Online

Wir hatten bereits vorgestern in zwei verschiedenen Ticketoffice von FUTA BUS versucht, Bustickets zu bekommen. Leider werden die Tickets nur an dem jeweiligen Bahnhof verkauft, wo der Bus dann auch abfährt und der liegt etwas weiter am Stadtrand. Also haben wir die Tickets online gekauft und müssen sie aber jetzt am Busbahnhof abholen. Bei der Onlinebuchung gibt es ein Eingabefeld für die Passnummer. Das funktioniert aber nicht, also das Feld einfach leer lassen.
Wir fahren mit der Buslinie 14 aus der Stadt in Richtung Westen bis zur Endhaltestelle, welche auch der Abfahrtsbahnhof für die Futabusse ist.

Futa Busbahnhof in HMC

Am Busbahnhof angekommen staunen wir, wie groß dieser ist umd suchen das Ticketoffice. Dieses befindet sich gleich vorne rechts, bevor man zu den Busparkplätzen geht. Es gibt dort etliche Schalter von verschiedenen Anbietern, die von FUTA BUS sind orange. Wir zeigen unsere Buchungsbestätigung und erhalten unsere Tickets zum Preis von 140000 Dong (5:45€) pro Person. Auf dem Ticket steht die Abfahrtzeit und die 5stellige Busnummer.

Ticketschalter Futa Bus auf dem Bahnhofsgelände

Dann suchen wir unseren Bus. Hier gibt es viele verschiedene Busse und noch mehr orangefarbene FUTA Busse. Wir fragen uns durch. Eigentlich ist es ganz einfach: Die Wartehalle der Busse befindet sich nach Betreten des Busparkplatzes auf der linken Seite und davor fahren die Busse ab. Wir haben noch ein bisschen Zeit und warten in der Halle. Dort hören wir ständig Durchsagen, aber leider auf vietnamesisch. 15 min vor Abfahrt des Busses gehen wir zu den Haltestellen und finden unseren Bus. Beim Einsteigen müssen wir die Schuhe ausziehen. Wir bekommen von dem Fahrer eine Tüte für die Schuhe.

Dann nehmen wir unsere Plätze oder besser Kabinen ein. Es gibt drei nebeneinanderliegende Kabinenreihen im Bus. In jeder Reihe befinden sich 6 Kabinen hintereinander. Jede Kabine enthält einen Liegesitz, ähnlich wie ein Autositz, nur länger. Man kann sich komplett ausstrecken und liegt mit leicht erhöhtem Oberkörper sehr bequem. Das Rückenteil ist verstellbar, sodass man sich auch aufsetzten kann. Außerdem befindet sich in jeder Kabine ein. Monitor und eine USB-Steckdose. Am Fenster gibt es einen Vorhang zum Zuziehen und an der Seite zum Gang ebenfalls. So kann man unbeobachtet schlafen. Und alles ist supersauber.

Wer großes Gepäck hat, verstaut es im “Keller” des Busses. Eine kleine Tasche kann man mit in die Kabine nehmen.
Unser Bus ist nicht voll, nur ca. 20 Leute fahren mit.
Pünktlich um 11:00 Uhr fahren wir ab. Nach knapp zwei Stunden machen wir für ca. 20 min Halt so einem FUTA Busbahnhof, welcher auf der Strecke liegt. Hier kann man die Toiletten benutzen und es gibt auch Speisen und Getränke.
Nach insgesamt 3:45 Stunden kommen wir in Can Tho am Busbahnhof an, verlassen den Bahnhof und suchen nach einer Bushaltestelle. Statt einer Bushaltestelle finden wir ein Taxi, welches uns die 6 km zum Hotel fährt.

Busbahnhof in Can Tho
Bus Terminal

Cái Răng, Cần Thơ

https://mapy.cz/s/razopejapa

GPS  Pos: 10.0049558N, 105.7720139E

Das Hotel ist ansprechend und wir haben ein schönes Zimmer mit Balkon und Blick auf den Mekong.

Blick auf den Mekong

Nach dem wir unsere wenigen Sachen ausgepackt haben und uns ein wenig im Pool abgekühlt haben, machen wir einen Spaziergang an der Flusspromenade. Hier werden wir sofort von unzähligen Leuten angesprochen, die uns eine Fahrt zum Floating Markt mit dem Boot anbieten. Wir vergleichen erstmal die Preise und verhandeln, am Ende entscheiden wir uns für einen Mann, der an der Promenade direkt vor unserem Hotel unser erster Ansprechpartner war. Als wir zurückkommen, um uns für morgen früh zu verabreden, ist er weg. Klasse, jetzt haben wir kein Boot für morgen. Wir könnten nochmal zurückgehen und ein anderes Boot mieten, haben jetzt aber keine Lust mehr. Wir lassen es drauf ankommen, sind sicher, dass wir morgen früh ein Boot finden. Wenn nicht, bleiben wir einfach einen Tag länger…

Von 16:00 – 18:00 Uhr ist im Hotel Happy Hour…zahle eins, bekomme zwei. Also gönnen wir uns auf der Dachterrasse unseres Hotels Bier und Ingwereistee mit Blick auf den Mekong.
Am Abend gehen wir in Richtung Innenstadt, abseits der Touristen am Flussufer und essen in einem Restaurant.
Das Essen ist lecker, auch wenn man sich im Restaurant, wie so oft in Straßenrestaurant, lieber nicht so genau umsehen sollte.

Reisetag – Dienstag 03.12.2019

Ho Chi Minh City

Nachdem wir gestern im Kriegsmuseum waren, wollen wir uns heute die Tunnelanlagen von Cu Chi anschauen, in denen sich die Vietnamesen während des Krieges versteckt haben.
Es gibt in Ho Chi Minh City zwei Anlagen, Ben DUOC und BEN DINH.
Nach Recherchen im Internet haben wir uns für BEN DUOC entschieden, weil diese Anlage weniger touristisch sein soll.
Auf dem Weg zum Busbahnhof nutze ich eine öffentliche Toilette.

Als ich eintreten will, sagt die Frau am Eingang etwas zu mir. Ich hole Geld aus der Tasche, möchte bezahlen, aber sie will das Geld nicht. Ich soll meine Schuhe ausziehen… Wie bitte? Ja richtig, da auf dem Regal stehen Badelatschen, also Schuhe aus, Badelatschen an und ab zum Klo. Thomas wartet vor der Toilette und wundert sich, warum ich meine Schuhe in der Hand habe, als ich das Toilettenhaus verlasse. Sehr lustig…

Bus Nr. 13 von HMC nach Cu Chi City

Wir erreichen den Busbahnhof und suchen den Bus Nr.13, welcher vom Busbahnhof in der Nähe des 23/9 Park abfährt.

Der Bus ist leicht zu finden, bezahlt wird im Bus.
Zunächst fahren wir bis nach CU CHI, bis zur Endstation der Nr.13. Von diesem Busbahnhof geht es direkt mit der Nr.79 weiter bis nach BEN DUOC. Wir verfolgen die Fahrt auf MAPS.ME. Der Busfahrer sagt uns Bescheid, als wir aussteigen müssen, wahrscheinlich weil hier alle Touristen aussteigen. Außer uns sind noch zwei andere Touristen im Bus, ansonsten Einheimische. Wir waren jetzt 2,5 Stunden mit den Bussen unterwegs.
Gegenüber der Bushaltestelle führt ein Weg direkt zu dem Schild, welches wir aus einem hilfreichen Internetbeitrag kennen und wir wissen, dass es hier zu den Tunneln geht. Allerdings ist das nicht der direkte Eingang.

Eingang von der Haltestelle aus

Am Schild betreten wir einen Wald und gehen nach rechts zum Fluss. Hier gibt es ein großes Restaurant.
Wir laufen weiter und kommen an einen Tempel, der ziemlich neu aussieht, und zu einer großen Pagode.
Wir gehen ein Stück durch den Wald und kommen zur Ticketkontrolle. Leider haben wir noch keine Tickets, lassen uns aber erklären, wo es die gibt, kaufen welche und gehen zurück zum Eingang. Das Ticket kostet pro Person 90000 Dong und enthält eine Führung durch einen englischsprachigen Guide.

Ohne Guide kann man die Tunnel nicht besichtigen und das ist auch gut so, wie uns später klar wird.
Nachdem wir die Ticketkontrolle passiert haben, treffen wir auf eine Gruppe von ca. 10 Personen und unseren Guide.

Er erklärt uns einiges zu den Tunneln und deren Geschichte und wir dürfen auch gleich in den ersten absteigen. Es geht ein paar Stufen steil nach unten und bei schwacher Beleuchtung ca. 15 m bis zum nächsten Ausgang. Der Tunnel ist so eng, dass wir gerade so in gebückter Haltung durchpassen. Hinter mir höre ich, wie der kleine Rucksack auf Thomas’ Rücken an Wänden und Decke schrabt.
Der nächste Tunnel hat nicht so einen komfortablen Einstieg wir der erste. Es geht einfach durch ein Loch nach unten, durch welches man nur durchpasst, wenn man die Arme nach oben hält. Es gibt zwei Löcher zum Einstieg, ein originales für kleine Vietnamesen und ein größeres für Touristen. Thomas nimmt das für Touristen (das andere wäre zu klein gewesen) und ich verzichte ganz und warte oben. Als Thomas ein paar Meter weiter wieder rauskommt, kann ich die Erleichterung in seinem Gesicht sehen.
So folgen noch mehrere Tunnel, man kann die Kommandozentrale, die Küche und ein Lazarett besichtigen, alles befindet sich unter der Erde.
Der Guide erklärt uns, dass es drei Level gibt, bisher waren wir nur im ersten. Wir kriechen wieder in einen Tunnel rein und kurz danach kommt der Ausgang. Wer möchte, kann mit dem Guide noch weiter nach unten in das zweite Level, wo es noch enger ist. Wir möchten nicht…
Zu Kriegszeiten haben sich bis zu 7000 Menschen in den Tunneln aufgehalten, manchmal bis zu vier Wochen. Sie konnten nur nachts nach oben, um von den Amerikanern nicht entdeckt zu werden. Einfach grausam… Der längste Tunnel ist 250 km lang.
Aber auch die Amerikaner hatten es auf der Jagd nach den Vietnamesen nicht leicht. Für die waren die Tunnel viel zu eng und eine Orientierung einfach unmöglich. Außerdem haben die Vietnamesen sich grauenvolle Fallen für die Amis ausgedacht.
Die Führung endet mit einem kleinen Lunch, es gibt Wurzeln zu essen, die von Bäumen aus dem Wald stammen, Reiskuchen und Tee. Die Wurzeln schmecken ein bisschen wie gekochte Kartoffeln und die Konsistenz ähnelt einer Süsskartoffel.
Alles in allem sind die Cu Chi Tunnel ein Muss bei jedem Besuch in Vietnam. Bei den Tunneln in BEN DUOC waren heute wirklich kaum Touristen.
Die Fahrt zurück dauert wieder gut 2,5 Stunden. Über HO Chí Minh City ist heute eine Wolkendecke und damit steht der Smog in der Stadt. Uns tränen die Augen, die Atemwege brennen, die Haut juckt und die einzige Fluchtmöglichkeit ist unser Hotelzimmer. Also essen wir noch schnell eine Pizza und gehen zum Hotel.
Eigentlich hatten wir nur einen halben Tag für die Besichtigung der Tunnel geplant. Die Busfahrten haben aber viel länger gedauert, als es im Internet angegeben war. Vielleicht liegt es an den vielen Baustellen in Ho Chi Minh City.

Reisetag – Montag 02.12.2019

Ho Chi Minh City

An den Vietnamkrieg, eigentlich Indochinakrieg, können wir uns noch erinnern.
Heute wollen wir das WAR REMANTS MUSEUM (Kriegsmuseum), welches der Erinnerung an diesen Krieg gewidmet ist, besuchen.
Der Eintritt kostet 40000 Dong (1,55€) pro Person.


Das Museum ist größtenteils eine Fotoausstellung mit entsprechenden Erläuterungen. Es zeigt sehr interessante Details über den Krieg, seine Beteiligten und auch über Kriegsberichterstatter aus aller Welt.
Man kann außerdem Gefängniszellen besichtigen und die angewendeten Foltermethoden werden dargestellt. Einfach entsetzlich…
Das Museum ist wirklich “schwere Kost”, aber ein Muss, wenn man Ho Chi Minh City besucht.
Etwas bedrückt gehen wir nach dem Museumsbesuch etwas essen und diskutieren über das Gesehene.
Danach geht es zum Wiedervereinigungspalast, in welchem das Ende des Vietnamkrieges 1975 besiegelt wurde. Hier kann man noch zahlreiche Räume mit den Originalmöbeln besichtigen sowie Abhörräume im Keller.

Independence Palast Ho Chi Minh City

Wir müssen noch zum Busbahnhof, denn wir wollen Tickets für den Bus nach CAN THO kaufen. Man kann diese auch online kaufen, muss sie dann aber trotzdem noch am Ticketschalter abholen. Deshalb wollen wir gleich am Schalter kaufen. Wir finden zwei Office von FUTA BUS (diese fahren nach Can Tho), können aber kein Ticket kaufen. Man kann das Ticket nur dort kaufen, wo dann auch der Bus abfährt. Es ist schwer, an Informationen zu kommen. Dann müssen wir wohl doch online kaufen.

The Golden Dragon Water Puppet Theater

Wir gehen weiter und kommen zum Ben Thanh Markt, einem typischen überdachten asiatischen Markt, auf dem es scheinbar alles zu kaufen gibt. Thomas kauft sich drei neue Shirts.

Um 17:00 Uhr beginnt die Aufführung im Wasserpuppentheater.

Golden dragon water puppet theatre

Nguyen Thi Khai 55B, Ben Thanh Ward, District 1

https://mapy.cz/s/korogaboju

GPS Koordinaten:   10.7762411N, 106.6924688E

Wir müssen uns beeilen, schaffen es aber noch rechtzeitig. Wir kaufen Tickets für 270000 Dong (ca. 10:50€) und nehmen unsere Plätze ein.
Das Wasserpuppentheater gibt es nur in Vietnam, seine Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Die wenigen Texte sind auf vietnamesisch, man kann den Inhalt aber durch das Gesehene gut verstehen. Es ist wirklich toll, wir sind begeistert und können das Theater weiter empfehlen.
Anschließend gehen wir noch einmal in das Street Food Restaurant von heute Mittag und essen zu Abend.

Reisetag – Sonntag 01.12.2019

Ho Chi Minh City  –  1. Advent

Ho Chi Minh City (früherer Name SAIGON) ist die bevölkerungsreichste Stadt Vietnams und hat ca. 8,4 Millionen Einwohner. Die Stadt wurde nach dem gleichnamigen vietnamesischen Revolutionär, Kommunisten und späteren Premierminister benannt.
Heute ist der 1.Advent. Hier in Ho Chi Minh City ist alles weihnachtlich geschmückt. Trotzdem kommt bei uns keine Weihnachtsstimmung auf.
Wir beginnen den Tag mit ein paar kräftigen Schwimmzügen im Pool. Danach genießen wir das gute Frühstück unseres Hotels und verlängern anschließend unser Hotel um zwei Tage.
Auf dem Programm steht heute eine Stadtbesichtigung, bei der wir uns einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ansehen wollen.
Zunächst erreichen wir Notre Dame von Ho Chi Minh City, eine Kathedrale, welche im Jahre 1880 fertiggestellt wurde.
Leider können wir sie wegen Rekonstruierumgsmaßnahmen nicht besichtigen. Gegenüber der Kathedrale befindet sich das Saigon Central Post Office, ein wunderschönes Gebäude aus der französischen Kolonialzeit. Die alten Telefonzellen erinnern an die Bedeutung, die das Postamt vor der Zeit der E-Mails und Mobiltelefone einmal hatte. Das Postamt ist aber immer noch eine Post, in der es auch zahlreiche Souvenirstände gibt.
In östlicher Richtung befindet sich das Opernhaus von Ho Chi Minh City, welches ebenfalls ein Überbleibsel aus der französischen Kolonialzeit ist. 1887 würde es erbaut und bietet Platz für 500 Gäste. Leider kann man es nur von außen besichtigen. Ein schönes Gebäude.
Es ist heiß, 33 Grad Celsius. Wir schwitzen, die Luft ist schwül.

DerWeg führt uns weiter zur Ho Chi Minh Statue mit dem wunderschönen ehemaligen Rathaus im Hintergrund. Das reich verzierte Rathaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von den Franzosen errichtet und erinnert an ein europäisches Schloss.
Gegenüber der Statue von Ho Chi Minh befindet sich das legendäre REX HOTEL. Das Hotel wurde während des Vietnamkrieges berühmt, weil hier die täglichen Konferenzen des amerikanischen Militärkommandos stattfanden und zahlreiche amerikanische Soldaten hier untergebracht waren.
Wir schauen uns das Hotel von innen an. In Thomas weckt es alte Erinnerungen. Er hat sich hier schon vor über 30 Jahren während eines wochenlangen Aufenthaltes im damaligen Saigon im Rahmen seiner Seefahrtzeit bis an den Swimmingpool gemogelt, obwohl er kein Hotelgast war.
Thomas weiß noch ganz genau, wie alles aussah. Das Rex hat sich verändert, so wie die ganze Stadt sich verändert hat, unzählige Fahrrädern sind von unzähligen Mopeds abgelöst worden.
Vor dem Rex Hotel ist eine riesige Baustelle, so wie wir schon einige hier gesehen haben. In HO Chí Minh City wird eine U-Bahn gebaut. Es ist ein Anfang, um den sagenhaften Verkehr zu entlasten.
Im Park gegenüber des Wiedervereinigungspalastes kaufen wir uns eine Kokosnuss und ein Fruchtgetränk. Ich liebe die Kokosnüsse, die man hier überall gut gekühlt kaufen kann, um deren Milch zu trinken. Oberlecker…


Die Hitze ist anstrengend, wir entschließen uns, unsere Sightseeingtour erstmal zu beenden und verbringen einige Zeit im und am Pool.
Am Abend fahren wir mit dem Bus zum Saigon River und schauen uns den Bitexco Financial Tower an. Hier gibt es auch ein Skydeck, von dem man auf die Stadt blicken kann. Wir fahren nicht nach oben, haben keine Lust.


Die Uferpromenade des Saigon River ist nicht spektakulär, aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist Public Viewing, Vietnam schlägt Indonesien 2:1. Wir hören das Freudengebrüll.


Außerdem endet heute ein Festival hier in Ho Chi Minh City, schon gestern war hier viel los mit Live Musik usw.


Es sind viele Menschen unterwegs. Wir essen in einem Straßenrestaurant und staunen mal wieder über den Verkehr, den wir vom Restaurant aus beobachten. Wo wollen die Leute bloß alle hin?

 

Ninh Binh

Reisetag – Samstag 30.11.2019

Ninh Binh – Hanoi – Ho Chi Minh City

Heute machen wir uns auf den Weg in den Süden Vietnams nach HO CHI MINH CITY (ehe. Saigon). Eigentlich sollte unser Weg entlang der Küste über Hoi An nach HO CHI MINH CITY und das Mekongdelta gehen, aber im gesamten Küstenstreifen regnet es in den nächsten Tagen. So fliegen wir zunächst in den Süden und dann geht es an die Küste.

Wir werden im Hotel in TAM COC sehr herzlich verabschiedet und Wang, der Manager, überreicht mir ein Geschenk, eine wunderschöne Kosmetiktasche in traditioneller Handarbeit. Ich bin echt gerührt. Wir waren sicher einige der wenigen Gäste die länger als 1-2 Tage bleiben. Dann kommt unser Taxi, welches wir mit der GRAB-App organisiert haben und es geht los zum Bahnhof nach Ninh Binh.

Bahnhof Ninh Binh

15 min später erreichen wir den Bahnhof und haben noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt. Das Ticket haben wir online gebucht bei BAOLAU.COM ( klappt sehr gut und schnell mit einem geringen Serviceaufschlag).

Der Zug in dem auch sehr viele Ausländer sind, fährt mit ein paar Minuten Verspätung um 9:36 ab und erreicht Hanoi pünktlich um 12:00 Uhr.
Um 12:15 Uhr nehmen wir den Bus Nr.86 von Hanoi Railway Station zum Hanoi Airport.

Abfahrtsstelle Airportbus in Hanoi Bahnhof

Die Haltestelle befindet sich rechts nach Verlassen des Bahnhofes und ist gut ausgeschildert. Die Fahrt kostet 35000 Dong pro Person (ca.1:36 €). Laut unserer App soll die Fahrt ca. 101 min dauern, wir erreichen den Flughafen aber bereits nach einer Stunde. Der Bus hält zunächst an Terminal 2 (international) und fährt dann zum Terminal 1 (national). Da die Terminals ziemlich weit auseinander liegen, ist es wichtig, dass man weiß, von wo man fliegt.

Flughafen Hanoi

Um 15:10 Uhr fliegen wir mit etwas Verspätung los umd erreichen Ho Chi Minh City (ehe. Saigon) überpünktlich um 17:00 Uhr. In ca. 1300 km Entfernung von Hanoi ist es mit 33 Grad Celsius sehr warm.
Nachdem wir unser Gepäck geholt haben, suchen wir den Bus. Wir wollen mit der Nr.109 fahren, finden die Haltestelle nicht sofort. Der Verkehr hier ist wieder der Wahnsinn, Thomas findet das Überqueren der Straßen spannend…ich nicht. Letztendlich fahren wir mit der Nr.152 bis in die City und haben bis zum Hotel nur noch ca. 600 m zu laufen.
Wir haben uns hier in Saigon für das Citadines Regency Hotel, ein Business Hotel entschieden, weil es sehr zentral liegt, einen Pool hat und viele Sehenswürdigkeiten fußläufig zu erreichen sind. Und den nutzen wir sofort, obwohl das Wasser nicht wirklich Abkühlung bietet.
Etwas später landen wir in einem Biergarten. Thomas bestellt sich ein Gericht, dass sich als Schweineohren in leckerer Soße entpuppt. Wir wissen nicht so richtig, was man mit den Ohren machen soll, denn kauen kann man die Knorpel nicht. So isst Thomas seinen Reis mit der Soße und weil er mir ein bisschen leidtut, teile ich meinen XXL – Salat mit ihm.
Nach dem Verlassen des Restaurants weckt laute Musik unsere Aufmerksamkeit. Auf einem großen Platz gibt es Live – Musik, irgendein Fest scheint stattfinden. Wir schauen ein bisschen zu und gehen zum Hotel. Vor einem Markt entdecken wir noch Leute bei Karaoke. Die Asiaten lieben Karaoke. Seitdem wir westlich des Uralgebirges unterwegs sind, haben wir unzählige Karaokebars oder Menschen, die einfach auf der Straße singen, entdeckt. Herrlich…

Reisetag – Freitag 29.11.2019

Ninh Binh – Tam Coc

Die vorhergesagte Sonne bleibt aus und es sieht nach Regen aus. So entschließen wir uns am letzten Tag hier zu einem Relaxing Day. Wir machen einen Spaziergang um den See und schauen uns die schönen HOMESTAYS an, die sich hier befinden. Viel Betrieb scheint hier nicht zu sein.
Wir finden zwei Liegestühle und machen es uns mit Blick auf den See gemütlich.

Relaxen

Den Nachmittag verbringen wir am Pool, der Regen bleibt aus.
Am Abend gehen wir in den OLD VIET PUP, mittlerweile unser Lieblingsrestaurant in TAM COC. Hier ist es sehr gemütlich und man kann auf den Fluss schauen.

 

Restaurant: Old Viet Pub direkt am Fluss in Tam Coc

Thomas probiert endlich Ziegenfleisch, welches hier als Delikatesse gilt. Schmeckt sehr gut, aber überhaupt nicht nach Ziege.

Reisetag – Donnerstag 28.11.2019

Wir machen uns mit dem Fahrrad auf den Weg zum THUNG NHAM BIRD PARK (Vogelpark), der sich ca. 5 km westlich von TAM COC befindet.
Thomas entdeckt neben unserem Hotel ein kleines Geschäft, in welchem Vorhänge u.ä. genäht werden. Kurzentschlossen halten wir dort an, denn meine Radlerhose ist an einer geschweißten Naht aufgeplatzt. Wir fragen nach einem Kleber oder ähnlichem. Der Mann, der dort gerade Vorhänge zuschneidet, verneint. Ich entdecke eine Nähmaschine, zeige drauf und die junge Frau, die sich ebenfalls im Laden befindet, nickt…sie will die Hose nähen. Ich sage ihr, dass ich gegen 17:00 Uhr mit der Hose wiederkomme. Sie antwortet mit Händen und Füßen, dass wir das gleich machen und schiebt mich in einen Nebenraum. Ich ziehe also meine Hose aus und gebe sie ihr, Thomas wartet inzwischen vor dem Geschäft und fünf Minuten später bekomme ich meine Hose mit einer sauberen Naht zurück. Ich möchte natürlich bezahlen, aber so nimmt kein Geld.

Meine Hose wird genäht

Ich will es ihr in die Hand drücken, aber sie lehnt ab, keine Chance. Ich bedanke mich bei ihr und wundere mich, wo das Baby auf ihrem Arm auf einmal herkommt. Später entdecken wir das Kleine auf einem Foto… Es schläft auf einer Bank in dem kleinen Geschäft.
Wir fahren also mit dem Fahrrad zum Vogelpark. Am Eingang bezahlen wir 100000 Dong (knapp 4€) Eintritt pro Person.

Tickets für den Vogelpark

Der Weg führt zunächst ein bisschen bergauf, was mit unseren Fahrrädern, die nicht im besten Zustand sind, nicht so einfach ist. Aber es geht.
Wir erreichen das Hinweisschild für die GIOI Höhle. Bis zur Höhle müssen wir 439 steile Stufen aufsteigen.

Höhlentreppe

Wir sind ganz allein dort. Die Höhle scheint groß zu sein, es gibt drei Level. Ein paar Stufen führen nach unten und eine Eisentreppe nach oben. Die Treppe nach oben ist mir zu steil, obwohl sie eigentlich gut begehbar ist. Ich verzichte, ist vielleicht nicht so mein Tag, Thomas geht nach oben. Weiter oben gibt es noch eine weitere Treppe. Die Durchgänge sind sehr eng und irgendwann kann Thomas von oben durch ein Gitter nach draußen schauen.
Die Höhle hat wieder wunderschöne Stalaktiten und Stalagniten, so wie wir hier schon viele gesehen haben, der Aufstieg hat sich gelohnt.
Wir gehen die 439 Stufen wieder nach unten und fahren weiter.

Fantastische Stalaktiten

Der Weg führt vorbei an einem großen Feuchtgebiet, in dem eine Ziegenherde und mehrere Büffel grasen. Unterwegs sehen wir unzählige Bambusbäume sowie Bananen-, Pomelo- und Papayabäume mit Früchten.

Wasserbüffel

Wir kommen zu einer weiteren Höhle, durch die wir ein ganzes Stück in gebückter Haltung über einen Bambussteg, der über flaches Wasser führt, laufen. Man kann die Höhle zu Fuss bis zu einem anderen Ausgang durchqueren, wir müssen umkehren, denn unsere Fahrräder warten. Die Höhle ist bunt beleuchtet, erinnert uns an China. Man kann tolle Gesteinsformationen erkennen.
Wir fahren weiter und kommen zum Vogelpark. Dort müssen wir unsere Fahrräder stehenlassen, es geht zu Fuß weiter durch einen Wald bis wir zu einem weiteren großen Feuchtgebiet kommen. Hier gibt es zahlreiche Bäume, in denen Vögel nisten. Wir gehen einige Stufen nach oben bis zu einer Aussichtsplattform. Von hier haben wir bei einem Picknick einen tollen Blick auf die Vögel (es sind u.a. Störche und Reiher) und können ihre Nester mit ihren Jungen entdecken. Durch das Fernglas kann man gut erkennen, wie die Jungvögel gefüttert werden. Ein schönes Bild. Außer dem Geschnatter der Vögel ist nichts zu hören. Zunächst sind wir allein hier oben, später gesellt sich noch ein anderes Pärchen dazu.
Wir gehen zurück zu den Fahrrädern und fahren weiter durch den Park. Hier wird viel Neues gebaut, unter anderem wohl auch ein Hotel und neue Grünflächen mit schönen Bäumen und Pflanzen. Insgesamt hat der große Park heute nicht viele Besucher.

Es kommen uns sechs junge Frauen entgegen. Sie unterhalten sich – man glaubt es kaum – über Mikrofon und Lautsprecher!
Sind das die Guides der nächsten Saison? Waren es Chinesen oder benötigen die Vietnamesen jetzt auch schon Lautsprecher? Was wird dann aus den ruhigen wunderschönen Vogelnistgebieten?
Der Ausflug zum Vogelpark hat uns sehr gut gefallen, es gibt einiges zu sehen und man kann die Ruhe genießen.
Auf dem Weg zum Hotel halten wir an einem Restaurant zum Essen an. Es gibt Nudelsuppe und Frühlingsrollen. Die Vietnamesische Küche ist sehr schmackhaft und abwechslungsreich.

Obstkauf

Nach einer kleinen Pause im Hotel gehen wir zum Fluss und besprechen, wie wir das Mekongdelta bereisen wollen. Es gibt dort viel zu sehen und wir müssen entscheiden, was für uns am interessantesten ist. Anschließend gehen wir zum Italienischer. Wir haben Appetit auf Pizza.

Ninh Binh – Tam Coc

Reisetag – Mittwoch 27.11.2019

Ninh Binh – Tam Coc

Am Vormittag beobachten wir das Wetter, denn heute soll es regnen. Wir sitzen am Pool und buchen unser Hotel in Saigon und den Zug von Ninh Binh nach Hanoi.
Von Saigon aus wollen wir ins Mekongdelta. Dazu müssen wir noch einiges recherchieren. Angeblich kann man sich dort nur innerhalb einer organisierten Tour bewegen. Darauf haben wir aber keine Lust, wir wollen das allein machen.
Wir chillen und dann kommt der Regen, der doch sehr bescheiden ausfällt.
Ich gehe zur Fuss-/Beinmassage, herrlich…eine Stunde lang. Thomas arbeitet an unserer Webseite.
Nach dem Abendessen laufen wir noch eine Runde um den See, der sich in der Nähe befindet.
Es war ein ziemlich fauler Tag heute…

Reisetag – Dienstag 26.11.2019

Ninh Binh – Tam Coc

Es ist bewölkt, die Sonne lässt sich nicht sehen.
Wang, der Manager unseres Hotels setzt sich zu uns an den Frühstückstisch und wie unterhalten uns ein bisschen.
Nachdem wir uns mit ihm über den Preis für unser Zimmer geeinigt haben, verlängern wir unseren Aufenthalt hier im Hotel bis Samstag.
Das LA BELLE VIE HOMESTAY ist ein wirklich schönes kleines Hotel, in Deutschland würden wir es wohl eher Pension nennen, welches sich mitten in Tam Coc befindet.


Unsere Empfehlung:
Dieser Pack-Safe war eine super Investion noch kurz vor der Reise.

In Vietnam zu empfehlen, so kannst du deine Wertsachen relativ sicher verstauen.

Pacsafe Travelsafe 5L – Mobiler Safe mit TSA-Zahlen Schloß, Trage-Tasche mit Anti-Diebstahl Technologie, 5 Liter Volumen, Anthrazit/Charcoal



Von hier aus sind zahlreiche Restaurants, kleine Minimärkte und Wanderwege fussläufig zu erreichen. Außerdem stehen im LA BELLE kostenlos Fahrräder für die Gäste zur Verfügung.
Die Zimmer, die sich auf zwei Etagen befinden, haben einen Blick auf den Garten, in dem sich mittig der Swimmingpool befindet.

Pool im Hotel “La Belle Vie Homestay”

Dieser ist am Abend beleuchtet und wechselt seine Farbe. Die dezente Beleuchtung des Gartens am Abend hinterlässt einen gemütlichen Eindruck.
Außerdem gibt es ein gutes Frühstück, mit viel frischem Obst und Fruchtsäften.
Laut Wettervorhersage gibt es morgen Regen und insgesamt wird es etwas kühler, trotzdem bleiben wir gern noch ein paar Tage zum Ausspannen.
Heute entscheiden wir uns für eine Fahrradtour.

Fahrradtour

Wie radeln gegen 10:00 Uhr los zu den umliegeden Seen und Reisfeldern. Das ganze Gebiet scheint unter Wasser zu stehen.
Unsere Fahrt führt uns zum THAI VI TEMPEL. Wir finden den Tempel nicht unbedingt sehenswert, aber der Weg dorthin lohnt sich auf jeden Fall, denn man kann dort die Natur zu Fuß oder per Fahrrad genießen.

Lotusblumen

Wir sehen viele Lotusblumen und Wildgänse und die Aussicht auf die Karstfelsen ist wunderschön. Wir kommen zu einer Höhle, zu der ein paar Stufen hinaufführen. In der Höhle befindet sich eine Anbetungsstelle, auf der sich Blumen und angezündete Kerzen befinden. Es riecht nach Weihrauch. Hinter der Anbetungsstelle kann man noch ein paar Schritte in die Höhle gehen und sieht durch ein großes Loch oben im Felsen wieder Tageslicht.

Felsenhöhle mit Tempel

Ein unwirkliches Bild, welches mal wieder zeigt, was die Kraft der Natur im Laufe von Jahrtausenden geschaffen hat.
Irgendwann kommen wir an einen Friedhof, auf dem sich auch relativ “junge” Gräber befinden. Die Grabstätten aus Stein sehen schön aus, der Friedhof an sich wirkt etwas wild. Ich versinke mit meinen frisch gewaschenen Turnschuhen gleich mal kräftig im Schlamm. Das ganze Gebiet ist eben sehr feucht.

Auf Tour

Auf dem Weg durch die Landschaft kommen wir immer wieder an kleinen HOMESTAYS (Pensionen) vorbei, manche sind wirklich sehr schön, aber irgendwie scheint wenig oder gar kein Betrieb zu sein. Der Schein trügt aber manchmal.
Ich denke, dass der Tourismus dieses schöne Stück Erde überrennt, die Entwicklung geht zu schnell. Überall entstehen Unterkünfte, bis jetzt zum Glück keine riesigen Hotelklötzer. Wang hat uns am Morgen erzählt, dass es vor ein paar Jahren im ganzen Gebiet ca. 100 Unterkünfte gab, jetzt sind es wahrscheinlich schon zehnmal soviel.

 

Touristen verursachen aber viel Müll und dieser landet, wie wir heute auch gesehen haben, an einigen Sammelplätzen, wo er dann einfach verbrannt wird. Als wir ihn entdeckten, nahmen gerade einige Ziegen die Müllsäcke auseinander, und teilweise landete der Müll in den Seen. Um so schöner ist es, dass auch sogenannte ECOLODGES entstehen, die preislich höher sind, aber hoffentlich!!! auch umweltfreundlicher.

Vietnam – Altes und Modernes 😉

Ich denke, es gibt jetzt schon mehr Unterkünfte, als benötigt werden.
Am Horizont wird es ziemlich dunkel und wir bekommen ein paar Regentropfen ab. So entschließen wir uns, in die Stadt zurückzukehren. In der Nähe unseres Hotels gehen wir in einem gemütlichen Restaurant essen. Eigentlich wollten wir nur einen Kleinigkeit essen, aber die Portionen sind so riesig, dass wir sie nicht aufessen können.
Wir diskutieren unseren weiteren Reiseverlauf. Eigentlich wollten wir nächste Woche entlang der Küste Vietnams bis nach Da Nang mit dem Zug weiterreisen. Für alle Orte, die auf dieser Route liegen, wird aber Regen vorhergesagt und zwar für die ganze nächste Woche. Also beschließen wir, am Samstag nach HANOI zurückzukehren, um von dort aus nach HO CHI MINH CITY zu fliegen, denn dort scheint die Sonne. Aufgrund der Entfernung von 1000 km (34 Stunden Zugfahrt) entscheiden wir uns für den Flug und gegen den Zug. In HO CHI MING CITY wollen wir das Mekongdelta erkunden und wenn das Wetter es dann zulässt, fahren wir anschließend die Küste hinauf. Auf Dauerregen haben wir nämlich keine Lust.
Am Nachmittag ist chillen im Hotel angesagt.
Wang serviert uns eine vietnamesische Spezialität, einen EGG COFFEE (Eierkaffee). Dieser wird aus geschlagenem Eigelb mit Honig oder gesüsster Kondensmilch mit Kaffee hergestellt. Man kann ihn heiß oder kalt genießen. Wir bekommen ihn heiß, er ist sehr lecker, für uns vielleicht ein bisschen zu süß. Muss man aber unbedingt probieren.
Etwas später kehren wir noch einmal in das Restaurant von heute Mittag zu Essen zurück. Während wir auf unser Essen warten, bucht Thomas den Flug von HANOI nach HO CHI MING CITY für Samstag. Flexibles Reisen ist hier möglich, da man Flüge und Züge hier kurzfristig und preiswert buchen kann.

Reisetag – Montag 25.11.2019

Ninh Binh – Tam Coc

Wir frühstücken im Hotel, können draußen sitzen. Das Frühstück ist sehr lecker, wir essen Omelett, und es gibt reichlich frisches  Obst und Gebäck.

Anschließend bitten wir Wang, den Hotelmanager, ein Moped für uns zu bestellen. Kurze Zeit danach steht das Moped für uns am Hotel bereit und wir fahren gegen 8:45 Uhr los in Richtung TRANG AN. Dort befindet sich die Anlegestelle für die Ruderboote, mit denen wir heute eine Tour über die Seen und durch die Höhlen machen wollen.

Tanken in Ninh Binh, Vietnam

Tanken

Wir müssen zunächst das Moped betanken, suchen eine Tankstelle und finden sie schließlich.
Anschließend geht es durch die wunderschöne Natur vorbei an überschwemmten Reisfeldern und kleinen Seen. Das Wetter ist toll, die Sonne scheint, es ist warm und die Landschaft ist wirklich wunderschön.

Wunderschöne Landschaft

Wir erreichen das Scenic Area in TRAN AN und parken dort unser Moped. Der Mann am Parkplatz gibt uns einen Zettel, bezahlt wird erst, wenn wir wieder rausfahren.

Trang An – Abfahrtsstelle

Wir gehen zum Ticketschalter, kaufen für 200000 Dong pro Person Eintrittstickets und begeben uns zur Abfahrtstelle der Boote. Es gibt drei verschiedene Routen, für die man Tickets kaufen kann. Route 1 durchquert 9 Höhlen, Route 2 vier und Route 3 drei Höhlen. Wir entscheiden uns für die neun Höhlen, also Route 1.

In jedem Boot fahren in der Regel 4 Personen und der Ruderer/in. Die meisten Bootsführer sind Frauen. An der Anlegestelle warten bereits zwei junge Mädchen, die französisch sprechen. Gemeinsam werden wir gebeten, in das Boot mit der Nummer 506 einzusteigen.

Die Route in mapx.cz
Bootsfahrt Trang An bei Ninh Binh, Vietnam Aktivität 7,4 km • 1:44 Std.

Darstellung in mapy, bitte klicken

Lotusblumen überall

Wir fahren los und sind sofort begeistert. Das Wasser ist meist ziemlich flach und klar, trotzdem tragen alle eine Schwimmweste. Rundherum sind grüne Karstberge und überall haben die Lotusblumen ihre Blüten geöffnet.
Zunächst sind noch einige andere Boote unterwegs, die Anzahl hält sich aber in Grenzen.

Höhleneinfahrt

Dann kommt die erste Höhle und nach dem Erlebnis von gestern wird mir etwas mulmig. Die Höhle ist 350 m lang, ihr Name und die Länge kann man, so wir auch später bei den anderen Höhlen, am Eingang auf einem Schild lesen.

Blick aus der Höhle

Wir fahren mit dem Boot durch die Höhle, an manchen Stellen ist sie so flach, dass wir die Köpfe einziehen müssen. Die Frau, die unser Boot rudert, macht aber immer rechtzeitig darauf aufmerksam.
Die Höhle ist im Inneren schwach beleuchtet, trotzdem finde ich es ein bisschen unheimlich. Aber man gewöhnt sich daran und bei den weiteren Höhlen wird es dann fast zur Normalität.
Dreimal kommen wir zu Tempeln, an denen wir das Boot verlassen. Wir besichtigen die Tempel, steigen wieder ein und fahren weiter.
Die Fahrt über das ruhige Wasser und durch die Höhlen ist wirklich schön und durch die Tempelbesuche wird sie noch abwechslungsreicher. Auf einem großen Teil der Fahrt sind wir allein, keine anderen Boote in Sicht. Die Stille und die Aussichten sind atemberaubend. Wir sehen viele Vögel, Schmetterlinge, Fische und Ziegen, die auf den Felsen stehen.

Am Ende der Tour stellen wir fest, dass sich die Lotusblüten auf dem See geschlossen haben. Es ist doch erst mittags?
Um 12:45 Uhr erreichen wir Trang An nach drei Stunden (reine Fahrtzeit ca. 1,5 Stunden).
Thomas fragt unsere Bootsführeron mit Hilfe des Übersetzers, wie viele Boote hier in Spitzenzeiten unterwegs sind…es sind 2000!!!
Das erklärt auch die große Wartehalle, die wir in der Nähe des Ticketschalters gesehen haben und die Gatter vor dem Bootseinstieg. Jetzt im November ist es hier sehr übersichtlich.
Wir bezahlen unsere Parkgebühren und fahren los. Unterwegs halten wir an einem Restaurant, um etwas zu essen.
Anschließend geht es für eine kurze Pause zum Hotel. Am Nachmittag fahren wir mit dem Moped noch einmal in die Felder, wollen uns die Landschaft anschauen und den Sonnenuntergang genießen.

Blick über die Felder zum Sonnenuntergang

Am Abend gehen wir essen, es gibt Ente vom Grill. Es schmeckt gut, aber nicht so spektakulär wie erwartet.

Reisetag – Sonntag 24.11.2019

Ninh Binh – Tam Coc

Nach dem Frühstück sende ich eine WhatsApp Nachricht an den Manager des La Belle Vie Hotel, in der ich ihm mitteile, dass wir jetzt gern abholt werden würden. Er antwortet schnell und zehn Minuten später ist er mit seinem Moped da und mit ihm ein Taxi, welches uns zum La Belle Vie Hotel bringt. Die Transferkosten übernimmt das Hotel.
Check-in ist leider noch nicht möglich, da das Zimmer noch belegt ist. Wir stellen das Gepäck an der Rezeption ab, erhalten noch eine Map und ein paar Tipps, nehmen uns zwei Fahrräder, die es kostenlos vom Hotel gibt und radeln um 10:00 Uhr los.
In Richtung Westen fahren wir zunächst ein Stück auf der wenig befahrenen Hauptstraße entlang. Nach ca. 10 min biegen wir von der Straße rechts ab und fahren einen Sandweg entlang, der durch wunderschöne Natur führt. Links und rechts befinden sich kleine Teiche und dahinter hohe Felsen. Es ist warm, ca. 28 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit ist ziemlich hoch.


An einem der Teiche nisten viele kleine Gänse, als wir näher an sie herankommen, verschwinden sie schnell ins Wasser.
Jetzt sehen wir einige Ruderboote.

In den Booten sitzen jeweils drei Personen, die Schiffsführerin, die übrigens mit den Füßen rudert, und zwei Gäste, die auch jeweils ein Paddel in der Hand haben.
Nachdem wir die Teiche umrundet haben, kommen wir wieder auf die Straße, fahren noch ein paar Meter und parken unsere Räder für 10000 Dong auf einem dafür vorgesehenen Platz.

Nun geht es zu Fuß weiter. Wir laufen über eine Brücke und dann geht es über einige Stufen aufwärts zum Bich Dong Tempel. Vom Tempel aus haben wir einen schönen Ausblick.


Einige Leute klettern noch weiter nach oben bis auf die Spitze des Felsens, wir auch. Es geht steil nach oben und irgendwann wird es mir zu hoch, ich breche ab. Thomas klettert bis nach oben und kann von dort auf die andere Seite schauen. Ich warte auf ihn und genieße die Aussicht, bevor wir gemeinsam wieder runterklettern.
Unterhalb des Tempels befindet sich ein Garten und links davon geht es über Stufen nach oben und anschließend wieder abwärts. Wir kommen an einer Hütte vorbei, aus welcher auch gleich ein Mann kommt und vor uns bis zu einer Höhle läuft. Dort steht auch noch ein anderes Pärchen. Der Mann bedeutet uns, Eintritt zu bezahlen. Die Höhle ist durch eine Gittertür verschlossen, es gibt auch keine Ausschilderung zu den Ticketpreisen. Wir versuchen, ein bisschen den Preis, den er vorgibt, runterzuhandeln. Er reagiert nicht, schaut einfach in die Ferne, ignoriert uns. Also bezahlen wir. Er geht mit uns durch die Höhle. Wir wissen nicht, was uns erwartet.

Höhleneingang

Der erste Raum der Höhle ist noch relativ groß, außer der Taschenlampe des Mannes gibt es keine Beleuchtung. Der Boden ist mit Steinplatten ausgelegt. Der Mann erklärt uns ausführlich auf vietnamesisch, leider verstehen wir nicht, was.
Es ist ihm egal, ob wir verstehen oder nicht…er redet und redet. Es geht weiter durch die Höhle, es wird gruselig, die Durchgänge sind so eng, dass wirklich nur schlanke Leute durchpassen und es gibt auch keine Platten mehr auf dem Boden. Zum Glück habe ich auch eine Taschenlampe, das macht es etwas leichter. Irgendwann kriechen wir im Entengang, weil jetzt auch die Höhe immer geringer wird. Außerdem ist es aufgrund des Wassers, welches von den Wänden tropft, sehr schmierig und glatt. Das Ganze geht ca. 30 min, wir wissen nicht, ob wir irgendwann zum Eingang zurück kehren oder einen anderen Weg nach draußen nehmen. Letztendlich ist der Eingang auch der Ausgang.
Die Höhle ist wirklich sehenswert, es gibt tolle Gesteinsformationen und die Gesteine haben verschiedene Farben, wirklich sehr sehenswert.
Hätte ich geahnt, wie eng die Höhle ist, wäre ich da niemals reingegangen.
Anschließend geht es wieder treppaufwärts und abwärts bis zu unseren Fahrrädern. Als wir losfahren wollen, stellt Thomas fest, dass er sein Taschenmesser verloren hat, wahrscheinlich in der Höhle.
Also gehen wir noch einmal zur Höhle, wieder steil aufwärts umd abwärts. Thomas erklärt dem Mann mir einem Übersetzer sein Anliegen. Beide gehen nochmal durch die ganze Höhle, das Messer finden sie leider nicht. Ich warte solange draußen.
Noch einmal geht es wieder die steilen Treppen hoch und runter, weiter bis zu den Fahrrädern und dann radeln wir bis in unseren Ort TAM COC und gehen eine Suppe essen und einen frischen Saft trinken.
Gegen 14:00 Uhr fahren wir zum Hotel und checken ein. Wir bekommen ein großes Zimmer mit Balkon über zwei Seiten und schöner Aussicht in den Garten mit Pool. Die Anlage ist sehr hübsch und hat nur 14 Zimmer auf zwei Etagen.

Unser Zimmer in Tam Coc

Jetzt erstmal duschen und Wäsche waschen, unsere Klamotten sind von Schlamm in der Höhle total verdreckt, selbst meinen Tagesrucksack muss ich auswaschen. Anschließend gehen wir in den Pool, das Wasser ist herrlich erfrischend.
Wir ruhen uns etwas aus und nach kurzer Zeit erklärt Thomas mir, dass er irgendwo den Sonnenuntergang schauen möchte…na dann mal los, aber ohne mich, ich habe jetzt frei.
Er radelt also los, die Sonne sieht er nur noch kurz, weil sie zeitig hinter den Bergen verschwindet. Dafür entdeckt er noch ein paar schöne Radwege, auf denen wir sicher in den nächsten Tagen noch einmal fahren werden.

Sonnenuntergang in Tam Coc

Abends gehen wir noch einmal in das Restaurant, in dem wir mittags die Suppe gegessen haben.
Anschließend sitzen wir auf dem Balkon unseres Zimmers.

Hanoi

Reisetag – Samstag 23.11.2019

Hanoi – Ninh Binh

Hanoi hat uns trotz des Verkehrs und des daraus folgenden Smog sehr gut gefallen. Die Häuser im Kolonialstil sind wirklich sehenswert und man bemüht sich offensichtlich, diese zu erhalten.
Aber wir brauchen frische Luft und deshalb geht unsere Reise weiter nach Ninh Binh, auch TROCKENE HALONGBUCHT genannt. Hier wollen wir ein paar Tage in herrlicher Natur verbringen.
Zunächst gehen wir am Morgen zur Post und zum Geldautomaten. Das Geldholen am Automaten ist nicht so einfach. Überall bei den ATM Automaten steht VISA UND MASTER dran, mit der Visa Card der DKB klappt es erst am 5. Automaten, mit meiner AMERICAN EXPRESS klappt es dann auch.

ATM - Bankautomaten in Vietnam 🤔
ATM, was bedeutet das?

Automatic Teller Machine, in Deutschland sagen wir Bankautomat. Davon gibt es in Vietnam sehr viele, insbesondere in Hanoi. Leider gibt Automaten, die mit der Kennzeichnung VISA, Mastercard oder American Express ausgezeichnet sind, diese Karten aber nicht akzeptieren.

Du siehst das aber vorab nicht, d.h. du musst es ausprobieren. Oft wirst du vor dem Problem stehen,  dass du mit deiner Karte an einem Automaten Geld abheben möchtest und nachdem du die PIN eingegeben hast, dich durch das Sprachmenü gekämpft hast, wirst du die Information erhalten, dass der Prozess nicht ausgeführt werden kann und wenn du Glück hast, erfolgt die Info, dass diese Karte hier nicht akzeptiert wird. Es ist also immer ein Glücksspiel, welcher Automat die Karte akzeptiert. Und es wird dir nicht gleich am Anfang angezeigt, das es nicht geht, nein, erst alles eingeben …

Die Geldautomatenfinder z.B. von VISA sind da leider auch nicht hilfreich, einige ATM’s der VISA-Empfehlung funktionierten auch nicht. Hinzu kommt, dass an verschiedenen ATM’s in Hanoi Karten mit Chips nicht akzeptiert werden.

Wenn du an einem Automaten bist und deine Karte nicht funktioniert, dann vergiss bitte nicht deine Kreditkarte nach dem misslungenen Versuch herauszunehmen 🤔! Es kommt kein Warnton!

Wir haben mittlerweile gute Erfahrung mit American Express gemacht.

Weiterhin muss ich erwähnen, dass es immer mit Kosten verbunden ist Geld abzuheben:

  1. Die Automatenbetreiber, wahrscheinlich die Vietnamesischen Banken, geben eine Abhebelimit vor und erheben darauf Gebühren. Brauchst du etwas mehr Geld als 2-3 Mill. VND (. 80-120€), dann musst du mehrmals etwas abheben und mehrmals Gebühren zahlen.
  2. Die Banken haben das cleverer Weise so gelöst, dass sie einen Betrag (welcher auch angezeigt wird) auf den Auszahlungsbetrag aufschlagen, diesen aber nicht auszahlen. Somit hast du auch keine Chance, diese Kosten bei deiner Bank geltend zu machen, denn du hast ja diesen Betrag abgehoben! Hier ein Beispiel:

2 Mill. VDN wollte ich, habe ich auch bekommen, aber diese Summe wurde belastet.

Fazit: Möglichst mehrere Kreditkarten von verschiedenen Anbietern auf die Reise mitnehmen und Zeit einplanen für die Geldbeschaffung.

 


Da die Zeit drängt, gehen wir erstmal zum Hotel, um zu packen und auszuchecken. Wir lassen unser Gepäck im Hotel, wollen noch etwas essen gehen. Vorher wollen wir aber noch mehr Geld holen, denn in Ninh Binh gibt es keine Automaten, zumindest nicht dort, wo wir hinwollen und vieles muss bar bezahlt werden.
Thomas und ich versuchen es an einem Automaten, bei dem es mal wieder nicht klappt. Wir gehen weiter und beim nächsten stellt Thomas fest, dass er wohl seine Visacard im Automaten gelassen hat. Klasse, ich bin echt sauer.
Wir laufen nochmal zurück, die Karte ist aber weg. Es war eine schöne Karte mit einem Foto von uns beiden. Vielleicht hat sie jemand jetzt als Souvenir.
Die Bank, zu welcher der Automat gehört, hat heute am Samstag zu. Vielleicht hätte man die Karte sonst abgegeben.
Ok, wir haben reichlich Karten mit, also keine Panik.
Wir essen im einem Street Food Restaurant und gehen zum Hotel. Unsere Vermieterin bittet uns noch an den Tisch und wir bedanken uns bei ihr, auch dafür, dass sie die aufgeplatzte Naht an Thomas’ Jacke genäht hat.
Eigentlich wollen wir mit dem Bus zum Bahnhof, sie überredet uns aber zu einem Taxi, weil es bequemer und super billig ist.
So erfahren wir von der APP, bei der man wie bei UBER ein Taxi bestellen kann.

 

Also laden wir die Grap-APP runter und bestellen das Taxi, welches fünf Minuten später vor dem Hotel steht. Wir verabschieden uns und fahren los.

Unser Zug von Hanoi nach Ninh Binh

Zwanzig Minuten später sind wir am Bahnhof und können auch gleich in unseren Zug nach Ninh Binh einsteigen. Der sehr saubere Zug ist voll und wir sind froh, Platzkarten gekauft zu haben. Pünktlich um 14:25 Uhr fahren wir los.

Hanoi Bahnhof

Der Zug fährt in Hanoi mitten durch die Stadt. Zwischen den Häusern und dem Zug sind es nur ein paar Zentimeter, so eng ist es. Und vor den Häusern sitzen Leute. Vom Zug aus sieht es so aus, als würde man ihnen gleich die Nasen abfahren.
Die Zugfahrt ist angenehm, ständig kommt jemand und bietet Speisen und Getränke zum Kauf an. Wir sehen wieder viele schöne Häuser im Kolonialstil und dann wird die Landschaft grüner.
Nachdem wir den Bahnhof in Ninh Binh um 16:50 Uhr erreicht haben, fahren wir wieder mit dem Taxi, welches wir mit unser neuen APP bestellt haben. Klappt super, 20 min später erreichen wir unser Hotel in Tam Coc, welches ca. 10 km vom Bahnhof entfernt liegt.
Das kleine hübsche Hotel gefällt mir auf Anhieb. Thomas hat es als Empfehlung in einem Internet Blog gefunden und über Trip.com gebucht.

Ein junger Mann kommt uns freundlich entgegen und fragt, ob wir eine Reservierung haben. An seinem Gesicht lässt sich erahnen, dass das mit dem Hotel jetzt wohl nicht klappt.
Er erklärt uns, dass das Hotel ausgebucht ist, entschuldigt sich x-mal für den Fehler.
Klasse…, ein Tag, wie man ihn gern hat…Kreditkarte verloren, kein Hotelzimmer…
Er kümmert sich sofort um ein Zimmer für uns, besorgt einen Transfer und so landen wir eine gute halbe Stunde später in einem Hotel, welches in 650 m Entfernung liegt. Das Hotel ist auch ganz schön und ab morgen können wir dann für drei Nächte in das ursprünglich gebuchte Hotel.
Wir packen nur das Nötigste für die Nacht aus und machen noch einen Spaziergang durch den Ort, um zu essen.
Tam Coc ist sehr touristisch, es gibt viele kleine Hotels und Restaurants. Die Anzahl der Touristen hält sich aber in Grenzen. Ich glaube, uns wird es hier gut gefallen.
Wir finden ein Restaurant, wo man draußen sitzen kann umd bekommen ein leckeres Essen. Ich bestelle mir eine Kokosnuss, um meinen Durst zu löschen. Anschließend hakt der Gastwirt die Nuss für uns noch auf und wir haben ein leckeres Dessert.

Empfehlung

Wir haben eine tolle App gefunden, mit welcher du bequem und preiswert ein “Taxi” (Transfer) suchen und rufen kannst. Und das Beste, du weißt vorher was es kostet!

Grab – Transport, Food Delivery, Payments”

 

Reisetag – Freitag 22.11.2019

Hanoi

Wir fahren am Morgen mit dem Bus Nr. 14 in Richtung Ho Chi Minh Mausoleum. HO Chí Minh war ein vietnamesischer Revolutionär und kommunistischer Politiker, Premierminister und Präsident der Demokratischen Republik Vietnam.
Von der Bushaltestelle aus kommen wir vorbei am Präsidentenpalast bis zum BA Dinh Square, einem großen Platz, von dem aus Ho Chi Ming 1945 die Unabhängigkeitserklärung der Demokratischen Republik Vietnam ausgerufen hat und auf dem sich das Mausoleum mit dem einbalsamierten Leichnam von Ho Chi Ming befindet.
Bevor wir den Platz betreten dürfen, müssen wir durch eine Sicherheitskontrolle und wundern uns schon, wie leer es hier ist.

Hanoi

Kurze Zeit später registrieren wir, dass das Mausoleum heute, am Freitag, geschlossen ist.

Mauseleum Ho Chi Minh

Wir gehen weiter bis zum Ho Chi Ming Museum, welches an einen kleinen Park grenzt. Dort befindet sich auch die Einsäulenpagode, eine der ältesten Pagode in Hanoi.

Das Ho Chi Ming Museum hat heute leider ebenfalls geschlossen.
Die Sonne scheint und es ist ziemlich warm – Zeit für ein kühles Getränk. Thomas bestellt sich in einem Café einen frischen Grapefruitsaft und ich nehme einen Avocado Joghurt Smoothie, beides ist sehr erfrischend.
Danach schlendern wir durch die Gassen und sind begeistert, was für schöne Häuser im Kolonialstil es hier gibt. Die meisten Häuser sind sehr schmal, messen nur ca. 4 m in der Breite, und haben zwei bis fünf Stockwerke. Zwischen den Häusern führen schmale Gassen entlang umd wenn man nach oben schaut, sieht es aus, als wenn sie sich fast berühren, so eng liegen sich die Häuser gegenüber.
Wir kommen an einen Teich. In diesem liegt das Wrack eines an dieser Stelle abgestürzten amerikanischen B 52 Bombers, welcher durch vietnamesische Geschütze abgeschossen wurde. Viele dieser Bomber haben im Vietnamkrieg die Stadt ausgebombt.

B52 Lake

Der Teich ist ziemlich verschmutzt, wir sehen viele tote Fische darin schwimmen.
Weiter geht es zum Botanischen Garten. Für 2000 VND pro Person (ca. 0.08 €) kaufen wir Tickets. Der Garten ist eher ein Park und wir machen einen kleinen Spaziergang, genießen das Grün und die Ruhe.

In einem Street Food Lokal essen wir eine kleine Suppe. Anschließend lassen wir uns von einer Fahrrad-Rikscha ca. 1,5 km bis zum Literaturtempel fahren. Die Fahrt durch den Straßenverkehr ist wirklich abenteuerlich. Der Fahrer schlägt sich tapfer durch den gnadenlosen Verkehr. Als er dann aber von der rechten Spur über eine große Straße auf die linke Seite fährt, um uns dort abzusetzen, gehen uns fast die Nerven durch. Wir schließen einfach die Augen, und bringen es hinter uns. Froh, diese Aktion überlebt zu haben, begeben wir uns zum Tempel.

Tempel of Literature

Der Literaturtempel ist eigentlich kein Tempel sondern war die erste Akademie des Landes. Wir schauen uns die verschiedenen Gebäude an und haben wir die Möglichkeit, einem Kalligraphen beim Schreiben zuzuschauen. Es ist wirklich beeindruckend, wie dieser mit einem dicken Pinsel, auf ein Stück Stoff die Schriftzeichen schreibt.
Gegenüber des Tempels an einem Teich befindet sich ein Kunsthandwerksmarkt, bei dem es einiges zu sehen gibt. Wir schauen uns ein bisschen um und genießen einen weißen Tee. Der ganze Markt ist mit Lampignons geschmückt.

Teegenuß

Mit Bus geht es zurück zum Hotel, wir machen uns ein bisschen frisch, ruhen uns kurz aus und fahren dann mit dem Bus zu dem Restaurant QUAN AN NGON, in dem wir für heute Abend Plätze reserviert haben. Trotz unserer Reservierung müssen wir ein paar Minuten auf unsere Plätze warten. Das Restaurant ist total voll und so sind wir froh, eine Reservierung vorgenommen zu haben. In diesem Restaurant gehen täglich mehrere tausend Leute essen. Es ist trotz seiner Größe sehr gemütlich und man kann den Köchen bei der Arbeit zuschauen. Die Speisekarte ist sehr umfangreich und so ist ganz sicher für jeden etwas dabei. Wir gönnen uns an unserem letzten Abend in Vietnam eine Flasche vietnamesischen Rotwein und ein sehr schmackhaftes Essen. Anschließend fahren wir mit dem Bus zurück zum Hotel.

Empfehlung

Wir haben eine tolle App gefunden, mit welcher du bequem Busse in Hanoi oder Ho Chi Minh suchen und verfolgen kannst:

BusMap – Xe buýt thành phố

 

 

Reisetag – Donnerstag 21.11.2019

Hanoi

Hanoi ist die Hauptstadt von Vietnam und ist mit einer geschätzten Bevölkerung von 7,7 Millionen die zweitgrößte Stadt in Vietnam. Hanoi liegt im zentralen Gebiet des Red River Delta und ist das Handels-, Kultur- und Bildungszentrum Nordvietnams.
Am Morgen treffen wir in unserer Pension auf unsere Vermieterin, sie bietet uns Tee an und wir fragen nach einer Post. Wir kommen ins Gespräch und sie erklärt uns ebenfalls, wo sich der Bahnhof von Hanoi befindet, denn dort wollen wir Fahrkarten kaufen.
Wir bummeln zunächst durch die Stadt und sind sofort mitten im Getümmel. Der Verkehr ist unglaublich, eigentlich kann man die Straßen nicht überqueren, so viele Autos und noch mehr Mopeds sind unterwegs. Leider sind Elektonantriebe die Ausnahme. Selbst die Ampeln helfen einem nicht weiter, denn auch bei Grün für die Fußgänger kommen Mopeds gefahren. Richtige Verkehrsregeln scheint es nicht zu geben. Jeder macht sich durch Hupen bemerkbar. Zwischendurch sind auch noch zahlreiche Fahrrad-Rikschas unterwegs. Spurwechsel der Fahrzeuge von ganz links nach ganz rechts und umgekehrt sind an der Tagesordnung. Die Mopeds fahren auch auf der falschen Fahrbahnseite und wenn das nicht geht, auch auf dem Gehweg. Schlicht und ergreifend ein Chaos, bei dem meistens alles gutgeht. Die Frauen mit Röcken sitzen so, dass beide Beine zu einer Seite hängen, Beifahrer gern auch ohne sich festzuhalten und nebenbei wird selbstverständlich noch das Handy benutzt. In anderen asiatischen Städten wie z.B. Bangkok ist das ähnlich, aber so schlimm haben wir das selbst dort nicht erlebt.

"SIM

Kathedrale St. Joseph

Man muss den Moment abwarten, wo mal kein Auto kommt und dann einfach losgehen und zwischen den Mopeds durch.
Die Luftverschmutzung ist unbeschreiblich, schon nach kurzer Zeit schmerzen die Augen, der Rachen, die Haut und sogar die Lunge. Für die Menschen, die hier dauerhaft leben, sind die gesundheitlichen Schäden gar nicht absehbar.
Eines unserer Ziele ist die Sankt Joseph Kathedrale. Diese wurde im Jahre 1886 geweiht und ist im Stil von Notre Dame in Paris gebaut. Sie war eines der ersten Bauwerke der französischen Kolonialregierung in Indochina und ist die älteste Kirche in Hanoi.
Von außen betrachtet erinnert die Kathedrale mich wirklich sehr an Notre Dame und ich finde sie wunderschön. Auch von innen überzeugt sie durch eine gewisse Schlichtheit, absolut sehenswert. Hier werden mehrmals täglich Messen in verschiedenen Sprachen durchgeführt.
Übrigens sind über 80 % der Vietnamesen Artheisten.

Bahnhof Hanoi

Unser Weg führt uns weiter zum Bahnhof von Hanoi. Dort wollen wir Zugtickets für den Zug nach Ninh Binh kaufen. In der Provinz Ninh Binh befindet sich der Cuc Phuong Nationalpark, welcher unser nächstes Ziel ist.
Im Bahnhof schauen wir uns um, es gibt mehrere Schalter. Die Beschilderung ist in vietnamesisch. Bevor wir um Hilfe bitten können, kommt bereits eine Frau von einem der Ticketschalter auf uns zu und fragt auf englisch, ob sie helfen kann. Wir tragen unser Anliegen vor und sie bittet uns an den Ticketschalter und lässt von ihrer Kollegin die Fahrkarten für uns ausstellen.
Wir erhalten unsere Tickets nach Ninh Binh für übermorgen zum Preis von umgerechnet 4:35 € pro Person.
Nach sieben Wochen in China, wo kaum englisch gesprochen wird, ist es wirklich so erleichternd, dass hier in Vietnam fast jeder mehr oder weniger englisch spricht.
Unser Weg führt uns weiter und wir kommen an einem großen Restaurant vorbei.

Hier kann man auch draußen sitzen. Es ist sehr voll, aber der nette junge Mann am Empfang weist uns einen Platz im Außenbereich zu. Das Essen ist sehr gut und wir machen gleich noch eine Reservierung für morgen abend.

Empfehlung

Eine klare Empfehlung von uns für einen Restaurant-Besuch in Hanoi: Restaurant “Quan An Ngon Phan Boi Chau Street 18, Hoan Kiem District, Hanoi

"Hanoi vom Airport
Der Bus öffnet die Türen, wir steigen ein und fahren los. Tickets können wir im Bus kaufen. Ich frage einen Fahrgast, der hinter mir sitzt und immer aufmerksam verfolgt, was ich bei MAPS.ME auf dem Handy suche, ob der Bus in Richtung Stadt fährt. Er kann nicht so gut Englisch, versteht mich aber und spricht mit dem Fahrkartenverkäufer. Nach einer knappen Stunde kommt dieser mit einem winzigen Zettel, auf dem steht: “GO TO BUS NR. 14”. Verstehe, wir sollen hier umsteigen. Das machen wir dann auch und stehen direkt an der Bushaltestelle, wo die Nr.14 abfährt. Wir freuen uns, dass es hier an den Haltestellen für uns lesbare Zahlen und keine chinesischen Schriftzeichen gibt. Nach kurzer Wartezeit kommt der Bus und wir fahren bis zur Endstation. Insgesamt haben wir für den Bus pro Person 16000 VND (0,62 €) für 32 km bezahlt. Wir waren eine Stunde unterwegs. Es lohnt immer, vorher im Internet zu den Verbindungen zu recherchieren.
Zum Hotel ist es jetzt nur noch ein knapper Kilometer. Den schaffen wir zu Fuß. Vorher gehen wir in einem Café etwas essen.
Die Hotelsuche ist schwierig, denn leider sind bei TRIP.COM, MAPS.ME und MAPY.CZ die falschen Koordinaten angegeben. Ich frage in einem Geschäft nach und bekomme Hilfe. Thomas hatte bei den Bewertungen des Hotels schon gelesen, dass es schwer zu finden sei und dass man durch den Eingang eines Bekleidungsgeschäftes muss.
Die Gehwege sind schmal und obendrein stehen überall Tische und Hocker der StreetFoodLäden, und so müssen wir teilweise auf der Straße gehen.

Wir finden unser Hotel und müssen tatsächlich durch ein Geschäft, dass so klein ist, dass wir mir unseren Rucksäcken kaum durch den winzigen Gang passen. Echt lustig…
Wir werden nett empfangen, bekommen gleich ein Wasser zu trinken und dürfen einchecken. Das Zimmer ist geräumig mit kleinem Balkon für die Wäsche und wir wohnen direkt im Zentrum.
Es ist hier durch den Verkehr sehr laut, aber das war uns vorher klar.
Hanoi soll ja die Stadt mit den meisten Mopeds sein – ist sie auch…glücklerweise sind viele schon mit E-Motor.
Überall gibt es Restaurants, kleine StreetFoodLäden mit vielen Menschen und Musik und andere Läden, eine quirlige Stadt.
Wir ruhen uns aus und gehen am späten Nachmittag wieder los, denn wir brauchen SIM-Karten für die Telefone. Unser Vermieter erklärt uns, wo wir einen Anbieter in der Nähe finden. Bei VIETTEL bekommen wir für insgesamt ca. 25 Euro für 30 Tage zwei Simkarten (1x9GB, 1x5GB, incl. Inlandsgespräche, da wir gern die Möglichkeit haben uns gegenseitig tel. zu erreichen). Am Flughafen waren sie deutlich teurer!

Hier gibt es SIM Karten

Dann laufen wir zum Hoan-Kiem-See. Die ROTE BRÜCKE ist schön beleuchtet. Auf einer kleinen Insel im See befindet sich der Jadeberg-Tempel, der jetzt um 18:00 Uhr gerade schließt. Macht nichts, wir kommen morgen nochmal wieder. Ebenfalls auf dem See befindet sich der beleuchtete Schildkrötenturm. Bei ca. 25 Grad genießen wir die schöne Abendbeleuchtung.

Die rote Brücke am Hoan-Kiem-See

Nachdem wir einmal um den See herumgelaufen sind, finden wir ein kleines Restaurant, wo wir draußen sitzen können und es gibt ein kleines Fingerfoodmenü und Eistee. Lecker…
Wir machen uns auf den Rückweg, sind müde trotz unseres Mittagsschläfchens. Reisen ist eben auch anstrengend!

Please follow and like us:
Visit Us
Follow Me
Tweet